07.03.2019 - 12:05 Uhr
Oberpfalz

Die Sache mit den Glücksbringern

Wichtig ist nicht, wie Ihr persönlicher Glücksbringer aussieht, sondern dass Sie an seine ganz besondere Wirkung glauben. Am Ende zählt die Einstellung, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Wissenschaftler der Universität Köln haben in einer Studie herausgefunden: Wer an Glücksbringer glaubt, dem helfen diese tatsächlich.
von Autor EWAProfil

Sie haben heute schon den Kaminkehrer getroffen und vielleicht sogar den goldenen Knopf an seiner Jacke gedreht? Ein vierblättriges Kleeblatt gefunden? In der Nacht eine Sternschnuppe gesehen? Außerdem haben Sie immer Ihren ganz persönlichen Talisman in der Tasche? Herzlichen Glückwunsch, dann kann ja heute nichts mehr schiefgehen mit dem Glück. Wenn Sie noch ein bisserl mehr davon brauchen können, können Sie auch bei Bedarf noch dreimal auf Holz klopfen oder Ihre Kaffeetasse fallen lassen. Denn auch Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Zumindest dann, wenn wir daran glauben.

Denn auch beim Glück gibt es wohl so eine Art Placebo-Effekt. Wissenschaftler der Universität Köln haben in einer Studie herausgefunden: Wer an Glücksbringer glaubt, dem helfen diese tatsächlich. "Sie stärken in erster Linie die Zuversicht in die eigene Leistung, aber auch die Überzeugung, dass schon alles gut gehen wird", erklärt Sozialpsychologin Lysann Damisch. Forscher sprechen dabei auch von einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Das bedeutet: Wenn wir ein bestimmtes Verhalten oder Ergebnis erwarten, tragen wir selbst dazu bei, dass dieses Verhalten oder Ergebnis auch wirklich eintritt. Deswegen stimmt auch oft das, was in unserem Horoskop steht - wenn wir nur daran glauben. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Zurück zu den Glücksbringern: Diese haben nicht nur eine lange Geschichte, sondern kommen auch heute noch regelmäßig zum Einsatz. Sogar bekannte Sportler schwören auf deren positive Wirkung. So trägt zum Beispiel Golf-Profi Tiger Woods am letzten Turniertag immer ein rotes Hemd, Fußballer Miroslav Klose folgt beim Anziehen der Stutzen und Schuhe einem ganz besonderem Ritual, das Erfolg auf dem Spielfeld bringen soll. Und auch andere Promis stehen zu ihren ganz speziellen Glücksbringern: Bei Lady Gaga sind das bunte Teetassen und große Hüte, bei Heidi Klum ein Tütchen mit ihren verlorenen Milch- und Weisheitszähnen, bei Florian Silbereisen seine rote "Glücksunterhose" oder bei Königin Silvia von Schweden ein besticktes Kissen.

Und was ist Ihr ganz besonderer Talisman? Egal, ob es sich dabei um einen Stein, ein Stofftier, gebogene Nägel, einen Haifischzahn oder ein altes Erinnerungsstück handelt - wichtig ist, wie gesagt, nicht, wie Ihr persönlicher Glücksbringer aussieht, sondern dass Sie an seine ganz besondere Wirkung glauben. Am Ende ist nämlich Ihre ganz persönliche Entscheidung, mit welcher Einstellung Sie an ein Projekt, eine Aufgabe oder eine andere schwierige Situation herangehen, der Grund für Erfolg oder Nicht-Erfolg. Wenn ein Glücksbringer Ihnen hilft, an sich selbst und Ihre eigene Stärke zu glauben, dann hat er seinen Namen wohl schon mehr als verdient. Pflücken Sie also ruhig noch ein paar vierblättrige Kleeblätter, viel Glück dabei. (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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