01.07.2019 - 14:35 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Gelungene Premiere für Hubert Treml

„Bühne frei für zwei Künstler“, hieß es am Freitagabend im Schirmitzer Bürgersaal, als sich Liedermacher Hubert Treml erstmals bei einem Konzert in der Gemeinde vorstellte.

Einen tollen Liederabend erleben 60 Zuhörer im Schirmitzer Bürgersaal mit Hubert Treml (rechts) und Klaus Kuran
von Norbert DuhrProfil

Dabei unterstützte ihn Maler Klaus Kuran an den Percussioninstrumenten. Kurans Werke sind bereits seit einer Vernissage Anfang Mai im Bürgersaal ausgestellt. Das Motto des Abends „Lieder wöi g'malt“ war daher vorgegeben.

Kulturkreischef Franz-Hermann Beckmann freute sich über diese Art der Premiere. Die rund 60 Zuhörer im vollen Bürgersaal waren von den Songs aus allen Lebenslagen begeistert und spendeten tosenden Applaus. Und wer noch nicht wusste, aus welcher Ecke der Oberpfalz Treml kommt, dem machte er es gleich mit zwei typischen Liedern im besten einheimischen Dialekt deutlich: „Ja Leit, ich stamm' aus der Weid'n“ und „In der Neustädter Strouß“.

„Der Dialekt ist für mich wie der Pinsel für den Maler“, erklärte Treml. Mit Gitarre und Mundharmonika begleitete er sich selbst bei seinen Songs aus dem Alltag. Mal dezent und nachdenklich, mal lustig, kräftig und laut präsentierte er seine eigenen Kompositionen. Aus seinem Werk „Bremer Stadtmusikanten“ gab er den Passus „Was Besseres als den Tod findest überall“ zum besten. Ganz anderes dagegen das humorvolle „Schöi sa, schadt niat“.

Der Künstler tat auch seine soziale Einstellung kund. Seit fünf Jahren gehört er in Regensburg einer „Stiftung für Krebshilfe“ an. Für das Spielplatzschiff der Regensburger Hedwigs-Klinik habe er das Lied „Land in Sicht“ geschrieben. „Engel auf der Stöig'n“ passte ebenfalls zum Thema. Der Sänger wünschte den Zuhörern, dass sie immer einen Engel auf der Stöig'n haben, wenn man jemand brauche, um mal sein Herz ausschütten zu können. „Wenn mir is' zum Böig'n, dann hätt' i gern an Engel auf der „Stöig'n.“

Zum vorgetragenen Song „Man muss nicht alles, was man machen kann, auch machen“ ergänzte der Solist: „Lou wos lieg'n, lou wos bleib'n, lou di niat vom Deifl treib'n.“ Den Respekt vor der Natur ließ Treml im urigen Lied „Vor a Hollerstaud'n moußt an Hout zöig'n, denn da hock'n guade Geister drin“ aufblitzen.

Nach einer Pause nahm Treml das Publikum mit auf eine kleine Sprachreise nach Österreich mit dem Lied „Zack, zack, zack“ und nach Irland mit dem Country-Song „Und immer wieder wachsen die Rosen am Rand“. Auf seinen Vater bezogen sang Treml sehr emotional „Locker langa“. Ebenso innig präsentierte er „Gib' mir mei Moidl z'ruck“.

Mit „Landschaft, Landschaft“ und dem Gedicht „Papierflieger“ verwies Treml auf die Werke Kurans. Der Höhepunkt kam erst zum Schluss. „Ich bin ganz naasch aaf oine hint as Pfaffaraath. Alles dout ma wöih, so hout sie mir den Kuapf verdraaht, Röihbraune Aung und schöi grood gwachsn lacht sie vo fröih bis spaad, doch as beste an ihr is de selbergmachte Erdbeermamalaad.“

Den Zugabe-Rufen der Besucher trugen Treml und Kuran mit den Liedern „O Italia“ und „Himmel“ Rechnung.

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