Schlicht bei Vilseck
01.09.2026 - 18:06 Uhr

33. Schlichter Schul-Kirwa: Tradition trifft auf Feierlaune

Die Kirwagemeinschaft Schlicht feierte die 33. Schlichter Schul-Kirwa mit einer ganzen Festwoche. Höhepunkt war die Verlosung des rund 32 Meter hohen Kirwabaums.

Die Festwoche der Kirwagemeinschaft Schlicht war gut gefüllt. Sie startete am Mittwoch am Kirwastodl mit dem Binden der traditionellen Kränze und der Tanzprobe mit der Kirwamusik der „Werkvolkkapelle Schlicht“. Am Donnerstag stand dann das Zeltaufstellen auf dem Programm, was dank der tatkräftigen Unterstützung der Kirwaleute sowie weiterer Helfer binnen kürzester Zeit gemeistert wurde. Der anhaltende Regen am Freitag bremste die weiteren Vorbereitungen nicht: Der Festplatz wurde hergerichtet.

Am Samstagmorgen holten die Kirwaburschn den Baum ein, der anschließend am Kirwaplatz geschnitzt wurde. Parallel dazu verzierten die Kirwamoidln den Kirwawagen und die Baumspitze. Um 13 Uhr wurde der rund 32 Meter lange Riese mit vereinten Kräften der Kirwaburschn und der Schlichter Bevölkerung aufgestellt. Die Leitung übernahm erstmals Ludwig Lederer, der dabei noch von Josef Schmid, der auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen konnte, unterstützt wurde. Unter der Regie von Christian Trummer bauten die Helfer im Anschluss die Tanzbühne inklusive neuem Geländer auf.

Feier bis tief in die Nacht

Vorstand Andreas Kredler hieß am Samstagabend auch die amerikanischen Gäste aus dem Südlager Vilseck herzlich willkommen. Unterstützt von Maximilian Winkler und Erstem Bürgermeister Thorsten Grädler übernahm Lieutenant Colonel John Leatherman den offiziellen Bieranstich. Bei grandioser Stimmung feierten die Schlichter und ihre Gäste bis tief in die Nacht. Das Festzelt sowie der Außenbereich waren voll belegt, während die Band „Die Gseea Wepsn“ für die passende musikalische Umrahmung sorgte.

Der Kirwasonntag begann um 7.30 Uhr mit den Aufräumarbeiten. Bei herrlichem Wetter fand anschließend der Gottesdienst direkt am Kirwabaum statt, den Pater Jimmy zelebrierte. Die Band „1-Way“ begleitete die Messe mit modernem christlichem Liedgut. Vorstand Andreas Kredler lud die Gäste zum anschließenden Frühschoppen mit einem Mix aus der „Schlichter Rentnerband“ und dem „Schlichter Blechgschwerl“ ein.

Traditionelle Tänze

Nach dem Mittagessen holten die Burschen ihre Moidln mit lautem Juchzen und Gstanzln ein. Als Belohnung gab es ein Kirwabussi und geschmückte Kirwahüte, während die Moidln sich über Blumensträuße freuten. Florian Süß und Johannes Wopperer begleiteten die Fahrt auf dem Kirwa-Wagen musikalisch, ehe bei der Pension Winkler „Mühlenhof“ die traditionelle Generaltanzprobe mit der „Schlichter Kirwa-Musik“ stattfand.

Gegen 15 Uhr ging es auf der Kirwabühne mit den traditionellen Tänzen los, die seit Juni unter der Regie von Stefan Stubenvoll einstudiert worden waren. Beim entscheidenden Walzer hielten Laura Lehner und Lucas Willax den Gewinnerstrauß in den Händen und wurden so zum neuen Oberkirwapaar gekrönt. Nach dem Gruppenfoto zog die Gesellschaft ins Festzelt ein, wo die Band „Ghupft wey gsprunga“ für beste Stimmung sorgte. Das eingespielte Team der KGS und viele Helfer übernahmen die Bewirtung, bevor am Abend „Ben Paule“ das Zelt unterhielt.

Doppelt gewonnen

Gegen 21.30 Uhr loste Kredler gemeinsam mit dem neuen Oberkirwapaar den Kirwabaum und weitere Sachpreise aus. Ein besonderer Dank galt den spendablen Firmen für die Sachpreise sowie der Familie Held für die Spende des Kirwabaums. Dessen Verlosung bildete den glänzenden Höhepunkt des Abends – mit einer kuriosen Wendung: Der neue Oberkirwabursch Lucas räumte nicht nur den Titel des Oberkirwapaares ab, sondern gewann am Ende auch den Kirwabaum.

Am Kirwamontag fand das traditionelle Kirwabärtreiben durch Schlicht statt. Schwarz bemalt zog Kirwabär „Alfredo“ gemeinsam mit den Kirwaleuten durch den Ort. Am Abend begeisterte der Schlichter Kindergarten mit einer Tanzeinlage am Kirwabaum. Anschließend übernahm die Band „Grögötz Weißbir“. Trotz frischer Nachttemperaturen und kleinerer Schauer meinte es Petrus gut mit den Schlichtern. Am Ende blickten alle glücklich und zufrieden auf ein rundum gelungenes Fest zurück.

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