22.10.2021 - 14:39 Uhr
Schlicht bei VilseckOberpfalz

Kindergarten Schlicht soll um drei Gruppen erweitert werden

Dass am Kindergarten Schlicht für die Unterbringung einer Kindergarten- und zweier Krippengruppen angebaut werden muss, darüber besteht im Vilsecker Stadtrat Konsens. Einig ist man sich auch, dass der Hort einer Generalsanierung bedarf.

Die alte Schule in Schlicht soll als Ausweichquartier dienen, wenn der örtliche Kindergarten umgebaut wird.
von Klaus HöglProfil

Bei der Sitzung des Vilsecker Stadtrats galt es nun, für den Zeitraum der Bauarbeiten entsprechende Ausweichmöglichkeiten zu finden, damit der Betrieb aufrecht erhalten werden kann. Dafür gibt es nach Ansicht von Bürgermeister Hans-Martin Schertl zwei Möglichkeiten: Entweder wird ein größerer Containerbau aufgestellt, oder man belegt in der Schule in Schlicht die früheren Klassenzimmer, die derzeit teilweise von Vereinen genutzt werden.

Der von der Verwaltung beauftragte Planer bezifferte die Kosten für ein Containerquartier mit rund 170 000 Euro. Die Umbaumaßnahmen in der Schule Schlicht, die wegen Brandschutzmaßnahmen notwendig werden, sind mit etwa 50 000 Euro zu veranschlagen. Die Mietverträge mit den Vereinen enthalten entsprechende Bestimmungen, die eine Kündigung erlauben, sofern eine Nutzung durch die Stadt Vilseck erforderlich ist. Das wäre hier wohl der Fall. Nachdem die Nutzung der Räume in der ehemaligen Schule Schlicht erheblich kostengünstiger ist, stimmte der Stadtrat dieser Variante geschlossen zu. Soweit erforderlich, sollen den betroffenen Vereine Ausweichquartiere zur Verfügung gestellt werden.

Die Einführung eines Energiemonitors der Bayernwerke für die Stadt zum 1. Januar 2022 hat Fraktionssprecher Wilhelm Ertl (FW) auf die Tagesordnung gebracht. Mit Hilfe dieses Online-Tools, verlinkt auf der städtischen Homepage, können zur jeder Zeit im Internet und am Bildschirm im Rathaus der aktuelle Stand hinsichtlich Erzeugung von grüner Energie und Verbrauch angezeigt werden. „Mit einem Energiemonitor wird die örtliche Energiewende den Verbrauchern sichtbar dargestellt. Das wäre ein Beitrag, die Bürger zu sensibilisieren und den Klimaschutz zu forcieren“, begründete Wilhelm Ertl seinen Antrag. Die Kosten würden nach derzeitigem Stand für eine Stadt mit vergleichbarer Einwohnerzahl 139 Euro monatlich betragen . „Kostenmäßig überschaubar“ wäre die Investition, sagte Ertl.

Zu diesem Antrag der Freien Wähler gab es mehrere Diskussionsbeiträge. Nicht alle Räte waren von der Notwendigkeit überzeugt, was sich in sechs Gegenstimmen niederschlug. Die Mehrheit aber beschloss, diesen Energiemotor probeweise für ein Jahr ab 1. Januar 2022 zu installieren. Hans-Martin Schertl ergänzte, dass der Kommunalberater des Bayernwerks diesen Energiemonitor bereits vorgestellt habe, darüber sei auch im Bauausschuss der Stadt diskutiert worden. Im Landkreis Amberg-Sulzbach hat von den 27 Kommunen bisher lediglich die Stadt Hirschau diese kostenpflichtige Buchung vorgenommen. Und jetzt probeweis die Stadt Vilseck.

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„Mit einem Energiemonitor wird die örtliche Energiewende den Verbrauchern sichtbar dargestellt. Das wäre ein Beitrag, die Bürger zu sensibilisieren und den Klimaschutz zu forcieren.“

Wilhelm Ertl, FW-Fraktionssprecher

 

 

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