26.02.2021 - 10:23 Uhr
Schlicht bei VilseckOberpfalz

Stadtrat Vilseck genehmigt FC Schlicht weiteres Rasenspielfeld

In die Länge zieht sich die Sitzung des Stadtrats Vilseck, die neun Punkte der öffentlichen Tagesordnung bedeuten viel Arbeit für alle Beteiligten. Erfreuliches hat der Bürgermeister gleich eingangs mitzuteilen. Es geht um den Haushalt.

Neben seinem bestehenden Sportplatz will der FC Schlicht ein weiteres Rasenspielfeld errichten. In der ersten Runde des Bauleitplanverfahrens behandelt der Stadtrat, der dem Vorhaben positiv gegenübersteht, verschiedene Hinweise und Einwände.
von Klaus HöglProfil

"Nachdem der Etat 2021 genehmigt ist, können wir unsere geplanten Investitionen im Vermögenshaushalt umsetzen", stellte Hans-Martin Schertl in der Stadtratssitzung fest. Und das seien immerhin über zehn Millionen Euro. Vorausgegangen war die Genehmigung des Haushalts durch die Kommunalaufsicht beim Landratsamt. Dieser Schritt war notwendig, weil der Haushalt der Stadt eine Kreditaufnahme für Investitionen in Höhe von 1,5 Millionen Euro enthält. Positiv hob die staatliche Rechnungsprüfungsstelle hervor, dass der Stadtrat zur Haushaltsfinanzierung zwischen einer Entnahme aus der Rücklage von 1,8 Millionen Euro und einer Darlehensaufnahme abgewogen hat. Weiter wurde der Stadt zugutegehalten, dass keine Bedenken an der dauernden finanziellen Leistungsfähigkeit bestehen.

Eine halbe Stunde nahm die Aufmerksamkeit des Stadtrats das Referat von Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer (Umwelt-, Tiefbauingenieure GmbH Amberg) in Anspruch, inklusive Diskussion und einstimmigem Plazet. Es ging um ein bedeutsames Thema: die Abwasserbeseitigung der Stadt. Seit vielen Jahren investiert die Stadt Vilseck ganz erhebliche Summen für die Sanierung ihrer Kanäle. Das Rohrsystem ist mittlerweile blockweise gefilmt worden, um Schadstellen feststellen zu können. Allein der Haushalt des laufenden Jahres sieht rund 800 000 Euro für entsprechende Sanierungsmaßnahmen vor, die Rainer Rubenbauer eingehend erläuterte und mit dem Gremium besprach.

Sowohl für den Bebauungsplan zur Sportanlage des FC Schlicht als auch für den Solarpark Schlichter Hölzl (erste Erweiterung) hatte der Stadtrat Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse zu fassen. Oliver Grollmisch von der Stadtverwaltung gab für beide Vorhaben insgesamt 28 von Behörden und bei der Bürgerbeteiligung abgegebene Stellungnahmen bekannt, die letztlich vom Stadtrat auch gebilligt wurden.

Der Inhalt des Bebauungsplans für die Sportanlage des FC Schlicht war bereits früher vorgestellt worden. Er sieht vor, dass der Fußballverein ein weiteres Rasenspielfeld neben seiner Sportanlage am Rennweg errichten will. Dafür war ein Bauleitplanverfahren zur Ausweisung eines Sondergebiets erforderlich. In der ersten Auslegungsrunde waren 44 Träger öffentlicher Belange, aber auch Bürger zu Stellungnahmen aufgefordert. Dasselbe Vorgehen war für das Bauleitplanverfahren Schlichter Hölzl (erste Erweiterung) erforderlich. Die Firma Voltgrün will den dortigen Solarpark erweitern. Dagegen gab keine behördlichen Einwände, so dass der Stadtrat grünes Licht für das weitere Verfahren gab.

In den vergangenen Monaten hat das Kommunalparlament zwei Auslegungsverfahren für den Bebauungsplan Sondergebiet Solarpark Hohenzant behandelt. "Verschiedene Einwände von Trägern öffentlicher Belangen konnten so weit abgearbeitet werden, dass diesem Projekt nun zugestimmt werden kann", schickte der Bürgermeister voraus. In Hohenzant beabsichtigt die Firma Energiebauern, einen 25 Hektar großen Solarpark zu errichten. Der Stadtrat fasste nun den Satzungsbeschluss, womit der Umfang der Flächen geregelt ist. Stadtrat Wilhelm Ertl meinte zu dem Thema: "Jetzt können wir aber den Deckel drauf machen, wir sind jetzt mit Solarparks ausreichend ausgestattet."

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