Mit dem Konzert in der Pfarrkirche St. Georg legt die Werkvolkkapelle Schlicht unter der Leitung von Sabine Kredler gleich einen fulminanten Start in das Jubiläumsjahr „70 Jahre WKV Schlicht“ hin. Oder wie Bürgermeister Hans-Martin Schertl in seinen einleitenden Worten sagte: „Die Werkvolkkapelle ist nicht nur ein Vorzeigeensemble von Schlicht, sondern musikalischer Botschafter der gesamten Großregion Vilseck.“
Nach dem Einstiegsstück „Leningrad“ von Billy Joel zog die Kapelle mit dem Arrangement „The Saints Hallelujah“ auch den letzten Zuhörer auf ihre Seite. Der bekannte Rhythmus ließ die Hände fast schon automatisch mitklatschen. Mit dem klassischen Stück „Air Pathétique“ aus Beethovens Klaviersonate Nr. 8 wurde es dann wieder ruhiger. Mit sehr abwechslungsreichen Arrangements zeigte die Kapelle ihre musikalische Vielfalt und ihr beeindruckendes Können.
Zeitreise durch Film- und Musikwelt
Viele der folgenden Arrangements wirkten wie eine Zeitreise durch die Film- und Musikwelt der vergangenen Jahrzehnte. „I will follow him“ rief sofort die Szene aus dem Film „Sister Act“ ins Gedächtnis, in der Whoopi Goldberg gemeinsam mit dem Nonnenchor dem Papst ein Konzert gibt. So auch bei dem Walzer „The Second Waltz“ aus der Suite für Varieté-Orchester von Dmitri Schostakowitsch. In mehreren Filmen war dieses Thema zu hören, zum Beispiel bei Stanley Kubricks letztem Film „Eyes Wide Shut“.
„One moment in time“ von Whitney Houston wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul produziert. Markus Götz schrieb für diesen bewegenden Pop-Klassiker das abwechslungsreiche Blasorchester-Arrangement, das nun die Kirche erfüllte. Der belgische Komponist Frank Bernaerts arrangierte Leonard Cohens berühmtes und für viele Gelegenheiten beliebtes Werk „Hallelujah“ für Blasorchester. Die Werkvolkkapelle setzte das Stück gefühlvoll um, sodass die große Emotionalität des Werks spürbar wurde.
Am Ende "Auld lang syne"
Das Abba-Lied „The way old friends do“ wurde von Martin Scharnagl für Blasorchester umgesetzt und von der Werkvolkkapelle mit viel musikalischer Ausdruckskraft gespielt. „You’ll be in my heart“ von Phil Collins wirkte wie ein Credo der vergangenen Stunde, denn ohne Zweifel hatte sich die Werkvolkkapelle mit ihren so unterschiedlichen Stücken in die Herzen der Zuhörer gespielt.„Nessaja“, das bekannte Lied von Peter Maffay aus der Tabaluga-Geschichte, hat in der Bläserversion von Kurt Gäble nichts von seiner emotionalen Tiefe verloren. So wie Tabaluga nie erwachsen sein wollte, so war es kaum akzeptabel, dass dies das vorletzte Stück auf der Setliste des Konzerts war.
Das Stück „Auld lang syne“ hat seinen Ursprung in Schottland. Der deutsche Titel lautet „Nehmt Abschied, Brüder“. Es wird oft am Ende von Veranstaltungen gespielt. So auch in der St.-Georg-Kirche in Schlicht. Die Einladung, durch den langanhaltenden Applaus die Zuhörer mit einer Zugabe auf den Nachhauseweg zu schicken, nahm die Kapelle an. Das Kirchenkonzert der Werkvolkkapelle Schlicht war ein fulminanter Auftakt in das Jubiläumsjahr, das mit dem Gartenkonzert am 1. Mai in der Schule Schlicht und am 9. Mai beim Jugendgottesdienst in der St.-Georgs-Kirche seine Fortsetzung findet.















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