18.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Caritas-Wanderausstellung "Keys of Hope" über Flüchtlinge eröffnet Schlüssel als Symbol der Hoffnung

Caritas-Wanderausstellung "Keys of Hope" über Flüchtlinge eröffnet

Die Ausstellung "Keys of Hope" will auf das Schicksal von 65 Millionen Flüchtlingen weltweit aufmerksam machen. Zur Eröffnung kommen (von rechts) OB Michael Cerny sowie vom Caritas-Verband Wolfgang Schmalzbauer (Vorsitzender), Günter Koller (Geschäftsführer) und die für Asyl-Sozialarbeit zuständige Irina Huber. Bild: Steinbacher
von Tobias GräfProfil

Das Thema Flucht und Migration spielt im Rathaus politisch bereits schon länger eine Rolle. Nun hat auch eine einschlägige Kampagne Einzug gehalten: "Keys of Hope", Schlüssel der Hoffnung, heißt die Wanderausstellung von Caritas International, die nun auch in Amberg Station macht.

"Die Ausstellung thematisiert das Schicksal von Millionen syrischer Flüchtlinge, die ihre Heimat, nicht jedoch ihre Hoffnung verloren haben", sagt der Vorsitzende des Caritas-Verbandes, Amberg-Sulzbach, Wolfgang Schmalzbauer. Sieben Jahre dauere der Krieg in Syrien nun bereits, zwölf Millionen Bewohner des Levante-Staates seien auf der Flucht, über 400 000 Tote seien zu beklagen. Viele der Geflüchteten hätten vor Ort alles verloren, zu dem Wenigen, was sie noch besitzen, gehört meistens der Hausschlüssel. Auch, wenn es vermutlich zerstört wurde und nicht mehr existiert, der Schlüssel erinnere sie an ihr Zuhause und gebe Hoffnung auf eine Rückkehr, erklärt Schmalzbauer Titel und tieferen Sinn der Ausstellung.

Der Vorsitzende appellierte zugleich an die Politik, ihrer Verantwortung im Bereich Migration nachzukommen und warnte davor, Flüchtlinge politisch zu missbrauchen: "Es geht hier primär um Menschen in Notsituationen. Das Thema ist nicht für den Wahlkampf geeignet, die Politik sollte humanitär handeln", forderte Schmalzbauer. Zudem kritisierte er sogenannte "Symbolchristen". Wer das Christentum ernst nehmen will, müsse sich auch "an Jesus halten, der nicht zwischen Rasse und Hautfarbe" unterschieden habe. Schmalzbauer bedankte sich anschließend bei OB Michael Cerny, dass dieser das Rathaus als Ausstellungsort zur Verfügung gestellt hat. Der Ort sei bewusst gewählt, ergänzt Caritas-Geschäftsführer Günter Koller: "Wir hoffen darauf, dass die vielen Menschen, die täglich im Rathaus verkehren und zufällig an der Ausstellung vorbeilaufen, stehen bleiben und darauf aufmerksam werden."

Der Rathauschef honorierte in seinem Grußwort das Engagement von Caritas. Diese sei für die Stadt ein "sehr wertvoller Partner". Man dürfe nicht nur die Ausstellung im Blick haben, sondern die "ganze Arbeit von Caritas, die täglich draußen stattfindet". Cerny stellte in Anlehnung an den Titel "Keys of Hope" die Frage, welche Schlüssel die Gesellschaft habe, um "Flüchtlingen Hoffnung zu geben". Ehrenamtliche Helfer könnten genauso ein "Schlüssel der Hoffnung" sein wie die starke deutsche Wirtschaft, die bei der Arbeitsplatzsuche und damit bei der Integration helfen würde.

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