11.11.2021 - 10:33 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Erster Schritt für neuen Friedhof in Schmidgaden

Der Gemeinderat ist sich einig: Der Friedhof in Schmidgaden soll ein neues Gesicht erhalten. Allerdings muss erst noch die Kirche ins Boot geholt werden.

Entlang der Pfarrer-Willkofer-Straße steht eine schadhafte Waschbeton-Mauer. Sie soll ebenso saniert werden, wie das Leichenhaus. Auch ein Abriss und Neubau steht zur Diskussion.
von Uli Piehler Kontakt Profil

In Trisching ist die Umgestaltung des Friedhofs bereits beschlossene Sache. Nun sollen auch in Schmidgaden Nägel mit Köpfen gemacht werden. Nachdem der Gemeinderat etliche Jahre diskutiert und versucht hat, mit der Kirchenstiftung auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, gibt es jetzt offizielles Signal, mit der Erweiterung zu starten: Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch soll mit der Planung für einen ersten Bauabschnitt beginnen.

Für den ersten Schritt sind die immer noch nicht geklärten Eigentumsverhältnisse, die den bestehenden, alten Friedhof betreffen, nicht relevant. Laut Bürgermeister Josef Deichl ist weiterhin offen, ob die Gemeinde unter anderem für das in die Jahre gekommene Leichenhaus und die schadhafte Waschbetonmauer entlang der an der Pfarrer-Willkofer-Straße aufkommen soll. Eine entsprechende Positionierung der Kirchenstiftung stehe immer noch aus. Unabhängig davon kann aber mit der Erweiterung des Areals begonnen werden, weil die benachbarte Fläche der Gemeinde gehört. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, die Wiese zum Rathaus hin als zusätzliche Friedhofsfläche herzurichten.

Ähnlich wie in Trisching soll das neue Gräberfeld mit befestigten Wegen, Plätze für Urnenbestattungen im Boden und sogar einem kleinen Friedwald ausgestattet werden. Auch an Wasserstellen, eine Schütte für Grüngut und Leihschubkarren ist gedacht. Kern der Neugestaltung ist aber die Frage, wie mit der Aussegnungshalle umgegangen werden soll - dieser Schritt wird zunächst vertagt. Allerdings ist Landschaftsarchitekt Lösch beauftragt, zu ermitteln, wie hoch die Kosten für eine grundlegende Sanierung des bestehenden Gebäudes sind. Dieser Aufstellung sollen die Kosten für einen Neubau gegenübergestellt werden. Auf Grundlage des Kostenvergleichs würde der Gemeinderat gegebenenfalls neu entscheiden.

"Aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass sich das nichts nimmt", erklärte Lösch zum angestrebten Kostenvergleich. Eine Sanierung sollte dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und da sei man ganz schnell bei den Kosten, die auch ein Neubau verursachen würde. Gemeinderat Erich Amann wandte aber ein: "So lange wir nicht wissen, ob wir das Leichenhaus kriegen, brauchen wir nicht anfangen zu diskutieren." Wie es bei dieser Frage weitergeht, werde die Zukunft zeigen, spielte Bürgermeister Deichl den Ball der Kirchenstiftung zu. Die Gemeinde werde jedenfalls ihren Teil zum Gelingen des Projekts beitragen.

Entscheidung im Gemeinderat Schmidgaden

Schmidgaden
Im Schmidgadener Friedhof gibt es sogar Toiletten - allerdings sind sie nicht barrierefrei zu erreichen.
Neuer Platz für Gräber: Zwischen Urnenwand und Rathaus (im Hintergrund) kann der Friedhof erweitert werden.
Info:

Neuer Friedhof Schmidgaden

  • Erweiterung im Süden auf der Fläche zum Rathaus hin.
  • Platz für Doppelgräber und Urnenbestattungen.
  • Integration eines kleinen Friedwaldes.
  • Neue Schütte für Grüngut, Wasserstelle, Leihschubkarren.
  • Sanierung oder Neubau der Aussegnungshalle nach Klärung der Zuständigkeit.

 

 

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