11.04.2019 - 13:51 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Gemeinde auf gutem Weg

Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Bevölkerungszahl in Schmidgaden. Darauf verweist Bürgermeister Josef Deichl bei der vollbesetzen Bürgerversammlung. Auch die Zahl der Arbeitsplätze nimmt zu.

Bei der Bürgerversammlung war der Saal und das Gasthaus in Trisching bis auf den letzten Platz besetzt.
von Richard AltmannProfil
Josef Deichl informierte bei der Bürgerversammlung, dass am Autobahnanschluss zur A 6 zehn Jahre „die Grundstücke dort fast brachlagen, doch jetzt ist eine enorme Bewegung hineingekommen“.
Die Straße am Schulberg in Rottendorf soll noch in diesem Jahr saniert werden.
Für den Schulberg und hier die Hohersdorfer Straße in Rottendorf gibt es Förderung.

In diesem Jahr waren im Gasthaus Pröls Saal und Gaststätte bis auf den letzten Platz gefüllt. Bürgermeister Josef Deichl unterteilte seinen Vortrag zur Bürgerversammlung in ein statistisches Kapitel, den Rückblick auf die Ereignisse und Aktivitäten im vergangen Jahr sowie den Ausblick auf die Zukunft.

Die Gemeinde Schmidgaden hat zur Zeit 2966 Einwohner, dies sind 49 mehr als noch im vorigen Jahr. Besonders erfreulich an diesen Zahlen sei laut Deichl, dass sich der Ort entgegen der staatlichen Prognose entwickelt habe. Eine entsprechende Untersuchung hatte für das Jahr 2019 eine Einwohnerzahl von 2820 prognostiziert. Zur Trendumkehr habe wohl auch das Baugebiet West III in Schmidgaden beigetragen, das innerhalb von zwei Jahren abverkauft war.

Aber auch die Entwicklung in den anderen Ortsteilen sei meist positiv. In Schmidgaden selbst leben 1484 Menschen, in Trisching 684, Rottendorf zählt 325, Inzendorf 132, Gösselsdorf 74, Wolfsbach 68, Hartenricht 59, Littenhof 49, Hohersdorf 42, Legendorf 18 – und die Weiler zusammen 31. Im letzten Jahr wurden 54 Bauanträge genehmigt, 25 Wohnhäuser errichtet, 19 gemeindliche Bauplätze konnten verkauft werden.

Nach einem ausführlichen Blick auf die Zahlen des Gemeindehaushalts widmete sich der Bürgermeister dem Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Um über 40 Prozent stieg die Zahl der Jobs in der Gemeinde. Als eine Art Ankerbetrieb gilt die Fa. Quadrus, sie expandiert kontinuierlich. Mit knapp 300 Arbeitsplätzen ist das Unternehmen der größte Arbeitgeber in der Gemeinde. Hinzu kam der Autobahnanschluss an die A6, so dass an der Anschlussstelle in Trisching neuer Platz für Betriebe geschaffen wurde. „Zehn Jahre lagen die Grundstücke dort fast brach, doch jetzt ist eine enorme Bewegung hineingekommen.“

Handlungsbedarf gibt es im Kindergarten, er platzt aus allen Nähten. Darum wurden zunächst der Kindergarten und die Kinderkrippe umgebaut, um mehr Platz zu schaffen. Dies reicht aber nicht. „So soll in der Mittelschule ein Raum entsprechend gestaltet werden, um dort eine Gruppe aufnehmen zu können.“ Aber nur so lange, bis der neue Kindergarten neben der Mittelschule fertig sei.

Was die Mittelschule anbelangt, um deren Erhalt die Gemeinde sehr bemüht sei, ist man in Verhandlung mit der Lebenshilfe, die dort zwei Klassen unterbringen will. Bei den Grundschulen sieht es wie folgt aus: in Dürnsricht lernen zur Zeit 46 Kinder aus Schmidgaden, in der Grundschule Rottendorf sind 53 Kinder aus den ehemaligen Gemeinden Trisching, Rottendorf und Gösselsdorf.

Ein Großprojekt, das im letzten Jahr begonnen hat, ist der Straßenbau im Bereich des Wasserzweckverbandes Brudersdorfer Gruppe; er läuft parallel zu den Wasserleitungs-Erneuerungen. In Rottendorf werden die Dorfstraße mit geschätzten Kosten von 700 000 Euro, Am Schulberg mit 407 000 Euro und die Hohersdorfer Straße mit 437 000 Euro saniert. Dabei gibt es für diese drei Straßen eine Förderung in Höhe von 650 000 Euro. „Die restlichen Kosten trägt die Gemeinde“, so Deichl.

Der Kajetanweg verursacht Kosten in Höhe von 114 000 Euro, Zum Kalvarienberg von 412 000, die St.-Andreas-Straße von 143 000, der Lilienweg von 130 900, die Dorfstraße in Inzendorf von 337 000 und die Ortsstraße in Hohersdorf von 238 000 Euro. Die Kosten dieser Straßen müssen von der Gemeinde alleine getragen werden. In Rottendorf und Inzendorf fällt noch die Kanalsanierung an mit 410 000 Euro. „Hier muss noch über die Finanzierung gesprochen werden.“

Bei der Bürgerversammlung zeigte Bürgermeister Josef Deichl auch die Situation bei den Baugebieten auf. Da habe sich im letzten Jahr einiges getan, sagte er. So wurde West III in Schmidgaden abverkauft, West IV steht vor der Erschließung. In Trisching soll ein neues Gebiet erschlossen werden, dazu laufen die Grundstücksverhandlungen. In Rottendorf entstanden neue Häuser. In Inzendorf besteht in Finkenlohe die Möglichkeit der Erweiterung.

Auch vom Gewerbegebiet gibt es einiges zu berichten. Die Tankstelle wurde im Juli 2018 eröffnet und kürzlich machte der neue Penny-Markt mit einer Bäckerei auf. Eine E-Tankstelle steht dort ebenfalls zur Verfügung. Im Industriegebiet Trisching haben sich zwei Betriebe bereits angesiedelt, eine weitere Ansiedlung steht bevor. Durch Bauleitverfahren wurde das Bauen erleichtert.

Was die geplanten Stromtrassen anbelangt, so wird der Süd-Ost-Link durch die Gemeinde Schmidgaden geführt werden, in der Nähe der Gasleitung. Der Breitbandausbau ist fertiggestellt, rund 700 Haushalte erhielten ein schnelleres Internet, das telefonieren, surfen und fernsehen gleichzeitig ermöglicht.

In diesem Jahr steht neben den Straßensanierungen in Rottendorf, die Erschließung des Baugebiets West IV in Schmidgaden an, sowie die Sanierung des Spielplatzes Ringstraße. Längerfristige Projekte sind der Spielplatz am Bach als Treffpunkt für Jung und Alt in Schmidgaden, sowie ein Konzept für die Sanierung des Badeweihers in Trisching.

Für die Jugend wurde das Gelände auf dem Kalvarienberg in Rottendorf aufgefüllt. In Wolfsbach hat man mit einem Bauwagen einen Jugendtreff geschaffen, in Trisching soll der Jugendraum im Vereinshaus saniert werden.

Deichl zeigte anschließend auf, was im Wertstoffhof angenommen wird und nicht. Er zeigte sich äußerst verärgert darüber, wenn Leute etwas abliefern und die Dinge dann nicht angenommen werden dürfen, das Personal entsprechend hart angegangen und teilweise beleidigt wird. So verhalte man sich nicht, urteilte er.

Abschließend riss er noch kurz das Thema Wasserzweckverband Brudersdorfer Gruppe an. Detaillierter ging er in diesem Jahr auf das Thema nicht ein, die Sanierungsmaßnahmen an der Wasserleitung kommen gut voran.

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