14.07.2020 - 15:24 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Schmidgaden will Zuschuss für Mittagessen verdoppeln

Der gemeindliche Zuschuss für das Essen der Kindergarten- und Schulkinder soll von derzeit 50 Cent auf einen Euro steigen. Eine entsprechende Empfehlung an den Schulverband beschließt der Gemeinderat Schmidgaden einstimmig.

Der Gemeinderat Schmidgaden traf sich zur Sitzung in der Mehrzweckhalle der Mittelschule.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Der Schmidgadener Gemeinderat besteht nach der Kommunalwahl im März in etwa zur Hälfte aus neuen Mitgliedern. Sie brachten sich in der Sitzung, die geprägt war von der Haushaltsverabschiedung (wir berichteten), mit einigen Ideen ein.

Eine davon betraf den Zuschuss für das Essen der Kindergarten- und Schulkinder. Dieser soll künftig steigen. "Viele Eltern sind in Kurzarbeit oder sogar von Arbeitslosigkeit bedroht", lautete die Begründung von Jens Tölg (FWG Trisching). Eine Mahlzeit kostet im Einkauf vier Euro, bisher zahlt die Gemeinde 50 Cent dazu. Tölg schlug vor, den Beitrag für das kommende Schuljahr auf einen Euro zu erhöhen.

Am Tag gehen etwa 20 Essen an Schul- und Kindergartenkinder. Das sei zwar eine Angelegenheit für den Schulverband, bemerkte Bürgermeister Josef Deichl, aber der Gemeinderat könne eine Empfehlung an den Schulverband abgeben. Die Kinderbetreuung wurde im Gemeindegebiet laut einer Information von Bürgermeister Deichl im vergangenen Jahr ausgedehnt. Aktuell sind 100 Kinder im Kindergarten und 38 in der Krippe. Betreut werden sie von 21 Fachkräften, die halbtags arbeiten. Aktuell wird ein neuer Kindergarten gebaut - mit Kosten von 1,52 Millionen Euro der größte Posten im veranschlagten Haushalt.

So sieht der Haushalt 2020 in Schmidgaden aus

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Kriegerdenkmäler begutachtet

André Ries (Gemeindewohl) ist ebenfalls neues Gemeinderatsmitglied und brachte immer wieder das Soldaten- und Kriegerdenkmal in Schmidgaden ins Gespräch. Eine Sanierung oder gar Erneuerung sei "dringendst notwendig". Kämmerer Hans Werner schlug vor, diese Baustelle nächstes Jahr anzugreifen, und das Geld dafür aus dem Budget für den heimatkundlichen Bereich zu nehmen. In der Runde wurde hin und her überlegt, ob man zunächst einen Planer einen Kostenvoranschlag machen lassen, beziehungsweise einen Wettbewerb ausrufen solle.

Die Räte verständigten sich aber darauf, dass die Kosten für einen Planer gespart werden sollen. "Ich mache auch gerne einen Entwurf", bot sich Ries an. Auch die beiden anderen Kriegerdenkmäler in Trisching und Rottendorf sollen in diesem Zusammenhang begutachtet werden. Das Gremium war sich einig, sich alle drei Örtlichkeiten einmal anzusehen. Wenn größere Arbeiten anstehen könne man immer noch einen Planer beauftragen, schlug Martin Janz, Geschäftsleiter der Gemeinde, vor. Ansonsten sei es schön, dass der Gemeinderat selbst Initiative zeigt.

Desweiteren wird auf Vorschlag von Michaela Dirrigl über eine gezackte Haltelinie bei der Sparkasse Schmidgaden nachgedacht. Dort lässt der Schulbus Kinder aussteigen - und trotz des absoluten Halteverbots parken dort immer wieder Autos. Die optische Abgrenzung solle das Verbot verdeutlichen.

Außerdem könnte es bald ein mobiles WC am Recyclinghof Schmidgaden geben. Dieser hat zwar nur Samstags von 8 bis 11 Uhr geöffnet, doch vor allem für die Mitarbeiter sollte schon die Möglichkeit vorhanden sein, auf die Toilette zu gehen, war sich der Rat einig.

Bei der Kommunalwahl im März wurden sieben Neue in den Gemeinderat gewählt

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