20.08.2019 - 11:11 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Mit dreimaligem Kniefall

109 Fußwallfahrer der Pfarrgemeinde und Umgebung pilgerten von Schmidmühlen zur Wallfahrtskirche "Maria, Heil der Kranken" zum Habsberg. Bei angenehmen Temperaturen machten sich 88 Wallfahrer von auf den rund 25 Kilometer langen Weg.

Pfarrer Mattus Jose begleitete die Wallfahrer nach dem Pilgersegen bis zum Ortsausgang.
von Johann BauerProfil

Die Sanitäter Rupert Koller und Alfred Loritz von der Rot-Kreuz-Gruppe Rohrbach begleiteten die Wallfahrer mit einem Sanka und Rita Geitner mit einem Begleitfahrzeug für Utensilien der Wallfahrer. Urlaubsvertretung Pfarrer Mattus Jose aus Indien erteilte am Vormittag den Wallfahrtssegen. Die Route führte wieder entlang des Lauterach-Fahrradweges. Bei angenehmen Temperaturen ging es durch Wald und Flur nach Adertshausen, wo Adolf Söldner jun. kostenlos Getränke zur Verfügung stellte.

De Weg setzte sich nach der Trinkpause über Hohenburg und Allersburg zur ersten Rast in Ransbach fort. Die Dorfgemeinschaft dort versorgte die Pilger mit Brotzeiten in der Maschinenhalle von Familie Winter. Sogar Kuchen und Kaffee wurden angeboten. Bürgermeister Peter Braun hatte kostenlos den Toilettenwagen der Gemeinde herantransportieren lassen.

Später trafen sich die Wallfahrer vor der Schranke zum Truppenübungsplatz zum weiteren Fußmarsch. Inzwischen war die Gruppe auf 109 Teilnehmer angewachsen. Diese wurden durch Norbert Wittl von der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der US-Army mit einem Fahrzeug durch den Übungsplatz begleitet. Nach dessen Verlassen wurde der erste Kniefall gebetet. Nach alter Überlieferung wurde an drei Stellen, wo sich in früheren Jahren den Pilgern die Wallfahrtskirche zeigte, der Kniefall mit Gruß an die Gottesmutter Maria durch Wallfahrtsleiter Johann Bauer gebetet.

Für Stärkung mit Getränken war in der Ortschaft Bernla durch Adolf Söldner gesorgt. An den Kirchen und Kapellen, an denen die Pilger vorbeizogen, läuteten meist die Glocken. Betend wurde gegen 18 Uhr der Habsberg erreicht. Anschließend waren Beichtgelegenheit, Rosenkranz und Wallfahrtsgottesdienst mit Lichterprozession. Die gesangliche Umrahmung erfolgte durch die Cantores. In seiner Predigt sagte Dekan Elmar Spöttle, "geradezu gespenstisch hörte sich die heutige Lesung aus der Offenbarung des Johannes an. Denn da ist auch von Blitz, Donner, Hagel und von den Kämpfen des Drachen gegen die Engel und gegen die Frau und ihre Nachkommen die Rede". Und weiter: "Wir liegen sicherlich nicht falsch, wenn wir mit Blick auf das Fest Aufnahme Mariens in den Himmel die Frau als die himmlische Gottesmutter Maria und den Drachen als Teufel und Ausgeburt der Sünde deuten."

Nach dem Gottesdienst zog man mit brennenden Kerzen zur Lichterprozession singend und betend um die Wallfahrtskirche und Gnadenkapelle. Den Abschluss bildete dann das gemeinsam gesungene "Segne du Maria".

Beim Kniefall: Wallfahrtsleiter Johann Bauer (mit Mikrophon) betet das Gebet “Maria ich grüße dich”.
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