23.09.2018 - 20:41 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

"Fabienne" wuchtet Kirchweihbaum um

So etwas ist im Brauchtum nicht vorgesehen: Sturm "Fabienne" hat am Sonntagabend den Schmidmühlener Kirwabaum umgelegt. Der 32-Meter-Riese kippte auf ein benachbartes Haus.

Da liegt er nun, der Schmidmühlener Kirwabaum. Sturm Fabienne hat ihn am Sonntagabend umgedrückt.
von Uli Piehler Kontakt Profil

(upl/bö) "30 Jahre ist nichts passiert". Und jetzt das: Der erste Herbststurm dieses Jahres hat am Sonntagabend den Schmidmühlener Kirwabaum umgelegt. Das Anfang September aufgestellte, 32 Meter lange Schmuckstück wurde von einer Windböe förmlich aus dem Loch gesprengt, die zentnerschwere Verankerung mit herausgerissen und verbogen.

Mitglieder der Kirwagemeinschaft und Feuerwehrleute sicherten den Hammerplatz ab, damit nichts Schlimmeres mehr passierte. Der Kirwabaum fiel auf ein benachbartes Anwesen in der Hammerstraße. Zum Zeitpunkt des Unfallgeschehens hielt sich niemand in dem Gebäude auf und auch sonst war wegen des Regens niemand am Hammerplatz unterwegs. So weit man am Abend erkennen konnte, hat der Kirwabaum den Dachfirst beschädigt. Leute, die zufällig aus dem Fenster geschaut hatten, erzählten: "Der ist ganz langsam umgefallen, wie von Geisterhand umgelegt". Wie groß der Schaden ist, kann erst nach der Bergung festgestellt werden. Diese ist für Montag geplant. Im Laufe des Tages soll ein Autokran zum Einsatz kommen, der den Baum auf die Straße hievt.

Die Einsatzzentrale der Polizei in Amberg registrierte bis 21 Uhr zahlreiche witterungsbedingte Einsätze. "Bei den meisten davon geht es um umgestürzte Bäume", sagte ein Polizeisprecher. "Weitestgehend Routine. Es ist nichts Schlimmes dabei." In einigen Orten - etwa in Hirschau - fiel der Strom aus.

Weiden in der Oberpfalz
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