Viel zu tun haben in diesen Tagen Hanna Döberl aus Schmidmühlen (Landkreis Amberg-Sulzbach) und ihre Schulfreundin Emma Zlamal aus Hochdorf (Duggendorf/Landkreis Regensburg) mit der Vorbereitung für ihre Präsentation „Papier aus Laub“. Eine Kinderjury hat die beiden ausgewählt, ihr Projekt beim "Kika for Planet"-Award als einen von drei Beiträgen in der Endausscheidung zu präsentieren. Die Life-Show des Kinderkanals findet am Freitag, 26. Novemberg, in Erfurt statt und wird natürlich im Fernsehen, im "Kika" um 19.30 Uhr, übertragen.
Bereits eine Woche vorher sind die beiden Schülerinnen der 9. Klasse des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld zu Gast beim Tigerenten-Club in Stuttgart (Sendetermin: Samstag, 20. November, 10.45 Uhr). In beiden Sendungen dürfen die beiden Jungforscherinnen ihr Projekt zur Papierherstellung aus Laub präsentieren. Hanna und Emma sagen: Normales Papier aus Holz zu kaufen, ist langweilig und auch nicht gut für die Umwelt. Deshalb fingen die Mädchen an, zu experimentieren, woraus sie Papier herstellen können. Ihre Antwort: Laub. Denn das ist ohnehin ein Abfallprodukt und muss der Natur deshalb nicht extra entnommen werden. Ihr Laub-Papier benutzen die Jung-Forscherinnen teilweise auch selbst in der Schule, erzählen die beiden. In vielen Versuchen haben sie die verschiedenen Laubarten getestet und am optimalen Mischverhältnis mit Altpapier getüftelt. So sind beide zu wahren Meisterinnen im Papierschöpfen geworden.
Beim „Jugend forscht“-Wettbewerb konnten die beiden heuer mit ihrer Idee bereits den Regionalsieg im Fachbereich Biologie einheimsen. Als Regionalsiegerinnen vertraten sie die Oberpfalz im Landeswettbewerb. Dort hat beiden auch der Bayerische Kultusminister Michael Piazolo bei ihrer Papierherstellung über die Schulter geschaut. Die Jury belohnte das Projekt mit einem Sonderpreist.
Und so geht „Papierschöpfen“ á la Hanna und Emma:
- Laub, am besten Haselnussblätter, gut trocknen und mit einem Zerkleinerer (Küchengerät) oder einer Kaffeemühle zu Staub vermahlen
- Zeitungspapier in kleine Stücke zerreißen
- Altpapier und Blätterstaub (etwa zu gleichen Teilen) in etwa 500 ml Wasser einweichen und zu einem Brei vermischen
- Ben Papier-Blätter-Brei mit etwa drei Liter Wasser verrühren
- Mit einem mit Gittergeflecht bespannten Rahmen Papier schöpfen, überschüssiges Wasser mit Schwämmen heraussaugen
- Das Papier vorsichtig auf ein Handtuch setzen und trockenbügeln.
Auch getrocknete und vermahlende Nadeln von Bäumen lassen sich zu perfektem, leicht grünlichen Papier mit einem Duft aus ätherischen Ölen verarbeiten, das wissen die Expertinnen aus ihren Experimenten. Das wäre eine tolle Idee, um alte Weihnachtsbäume sinnvoll zu nutzen, finden Hanna und Emma. Seit zwei Jahren beschäftigen sie sich inzwischen mit ihrem Umweltprojekt „Papier aus Laub“. Die beiden haben auch konkrete Verwendungsvorschläge: „Unser Papier eignet sich besonders für die Herstellung von Weihnachts- und Glückwunschkarten, aber auch für Speisekarten, Tischaufsteller und andere Dekorationen."
















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