30.07.2019 - 17:26 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Tierheim: Schmidmühlen sucht neue Partner

Es war nicht das erste Mal, dass sich der Marktgemeinderat mit der Unterbringung von Fundtieren auseinandersetzen musste. Der Blick geht dabei nicht zurück zum Amberger Tierheim.

Den Vertrag mit dem Tierheim Amberg hat Schmidmühlen schon 2016 gekündigt. Jetzt sucht die Gemeinde einen neuen Partner zur Aufnahme von Fundtieren.
von Heike Unger Kontakt Profil

2016 hatte Schmidmühlen den Vertrag mit dem Tierheim in Amberg zur Aufnahme von Fundtieren gekündigt. Die Gemeinde hatten sich dann um eine vertragliche Anbindung an das Tierheim in Schwandorf bemüht. Der Grund dafür waren damals die Kosten für die Fundtier-Unterbringung sowie der damals schon diskutierte Neu- und Anbau an das Tierheim in Amberg.

Kosten sind das Thema

Wie Bürgermeister Peter Braun jetzt in der aktuellen Ratssitzung informierte, gibt es für die Sanierung und Erweiterung des Tierheims in Amberg Baukosten-Schätzungen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro. Zu finanzieren sei das durch die Stadt Amberg und die 28 Landkreis-Kommunen über einheitliche Pro-Kopf-Beiträge nach Einwohnerzahl. „Diese Kosten liegen den Kommunen schwer im Magen“, betonte Peter Braun. Schwandorf lehne die Weiterführung des Vertrages mit Schmidmühlen ab. Gleichzeitig drängten der Landkreis Amberg-Sulzbach und das Tierheim Amberg jetzt darauf, dass sich alle „AS“-Kommunen und die Stadt Amberg dem Amberger Heim anschließen. Einige Gemeinden hätten sich schon um Verträge mit benachbarten Tierheimen bemüht.

„Derzeit werden pro Einwohner 2,10 Euro an Umlage in Amberg verlangt“, informierte Braun: „Dieser Betrag würde sich aber noch steigern, wenn der Tierheim-Ausbau umgesetzt wird.“ Es sei angedacht, dass der Tierheim-Betreiber in Verbindung mit dem Landratsamt mit einer Einmal-Umlage das Problem der Finanzierung lösen wolle. In der Sitzung wurde deutlich, dass es in den verschiedenen Gemeinden unterschiedliche Beiträge an das Tierheim gibt. Im Zusammenhang mit den vorgesehenen Neubauten und geplanten Verbesserungen für das Tierheim war die Rede von knapp 19 Euro, die dann pro Einwohner als einmaliger Beitrag fällig würden. Wie der Bürgermeister berichtete, erreichen ihn immer wieder Anrufe, auch nachts, dass Fundtiere im Gemeindegebiet aufgesammelt wurden. „Da muss sich die Gemeinde erst einmal darum kümmern, dass diese Tiere fachgerecht versorgt und untergebracht werden.“

Kontakt zu Tierheimen

Der Marktgemeinderat hat jetzt die Verwaltung beauftragt, Kontakte mit anderen, benachbarten Tierheimen aufzunehmen. Im Herbst will man dann über einen Fundtiervertrag entscheiden. Bis dahin werde man mit Einzelfalllösungen leben müssen, sagte der Bürgermeister.

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