13.10.2020 - 14:32 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Beim 25-Jährigen der Rama-dama-Aktion in Schnaittenbach maximale Teilnehmerzahl, minimales Müllaufkommen

Seit 25 Jahren läuft in Schnaittenbach eine Rama-dama-Aktion. Der Vorsitzende der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe und Organisator dieser Aktion, Bebbo Schuller, zog danach folgende Bilanz: Maximale Teilnehmerzahl, minimales Müllaufkommen.

Ein Vierteljahrhundert Einsatz für die Umwelt: Für die Jubiläums-Rama-dama-Aktion in Schnaittenbach kann Organisator Beppo Schuller (vorn rechts, kniend) eine großartige Bilanz ziehen: Maximale Teilnehmerzahl, minimales Müllaufkommen.
von Adele SchützProfil

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr hatte der Wettergott allerdings so gar kein Einsehen mit den Teilnehmern der Schnaittenbacher Rama-dama-Aktion unter der Federführung des Bund Naturschutz. Er bescherte den Teilnehmern mit dem BN-Vorsitzenden Bebbo Schuller und Georg Kraus an der Spitze, ungünstigstes Sammelwetter mit Dauerregen und stürmischem Wind. Freudig überrascht zeigte sich Schuller allerdings über den Teilnehmerrekord. Insgesamt beteiligten sich 40 Müllsammler. „Trotz widrigen Wetters sammelten sie eifrig den von Umweltfrevlern wild in der freien Natur entsorgten Müll“, bemerkte Schuller. Weil die Firmlinge teilnehmen wollten, habe die Sammelaktion eine Woche später stattfinden müssen. Seit 2013 würden sie von Pfarrer Josef Irlbacher und Pastoralassistent Andreas Hornauer angehalten, ein gutes Werk zu tun und sich an der Rama-dama-Aktion zu beteiligen.

Bürgermeister Marcus Eichenmüller setzte die gute Tradition seiner Vorgänger fort und spendierte den Sammlern im Anschluss an den Arbeitseinsatz eine Brotzeit im Gasthaus Saller. Alle Teilnehmer erhalten von Bebbo Schuller nachträglich noch eine Urkunde. Schuller vergaß nicht, auch dem Landratsamt Dank zu zollen, das sich wie jedes Jahr um die Entsorgung des gesammelten Mülls kümmert. Erfreut stellte er fest: „Die Müllmenge ist heuer merklich zurückgegangen, sogar an den Problemzonen am sogenannten Hornisch-Parkplatz und entlang der Bundesstraße 14 fiel weniger Abfall als in den Vorjahren.“

In Kombination mit der Rama-dama-Aktion gab es heuer erstmals eine Kippenjagd unter Leitung von Karin Meixner-Nentwig, die nicht mit Erfolg gesegnet war. Meixner-Nentwig und ihre Mitstreiterin Helen Jelinek trotzten an ihrem Infostand an der Schule alleine Wind und Regen und gingen dann auch alleine auf die Jagd nach Zigarettenkippen vor der Schule auf der B 14. Lediglich zwei zufällig vorbeikommende Passanten ließen sich auf einen kurzen Plausch mit den Organisatorinnen ein. Bebbo Schuller stellte abschließend fest: „Meine größte Freude wäre es, wenn wir eines Tages auf diese Müllsammelaktion wegen Erfolglosigkeit verzichten könnten. Und ergänzte: "Die diesjährige Bilanz lässt hoffen."

Bei Rama dama unter anderem auf Reizwäsche und ramponierte Sex-Puppe gestoßen

Schnaittenbach
Im Gegensatz zur Rama-dama-Aktion ist die parallel laufende Kippenjagd von Karin Meixner-Nentwig (links) und ihrer Mitstreiterin Helen Jelinek nicht mit Erfolg gesegnet.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.