16.07.2020 - 10:44 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Feuerwehr Schnaittenbach legt für Defibrillator noch 1500 Euro drauf

Im April, mitten in der Zeit der Corona bedingten Ausgangsbeschränkungen, setzte die Feuerwehr Schnaittenbach ein Zeichen: Bis Karfreitag wurden Stoffe für 2500 Mund-Nase-Schutz-Masken ausgegeben. Doch es ging und geht noch weiter.

Stolz präsentieren sie den Defibrillator (von links): Karl Hottner (stellvertretender Kommandant), Daniel Künzel (stellvertretender Vereinsvorsitzender), Vorsitzender Konrad Bierner und Kommandant Michael Werner.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Michael Werner, der Kommandant der Feuerwehr Schnaittenbach, ist mehr als stolz. Voller Freude verkündet er die Bilanz der Aktion, die von 30. März bis 30. April lief und mit der in Zeiten von Corona ein deutliches Zeichen gesetzt werden sollte: "Insgesamt konnten durch fleißige Näherinnen sage und schreibe 4225 Behelfsmasken produziert und im Anschluss daran verteilt werden." Mit anderen Worten: "Aufgrund der Einwohnerzahl von Schnaittenbach wurde für jeden der über 4200 Mitbürger eine Maske genäht." Die Ausgabe erfolgte an ortsansässige Wohn- und Pflegeheime, Einrichtungen für gehandicapte Mitmenschen, Ärzte, Zahnärzte, an die Caritas-Sozialstation in Hirschau, an die Sozialstation Sonnenschein und an die Einsatzkräfte der vier Feuerwehren der Stadt Schnaittenbach. Weitere Empfänger waren die Pfarreiengemeinschaft Schnaittenbach-Kemnath, das evangelische Pfarramt Hirschau, das BRK Hirschau, der Lagedienst des BRK in Amberg sowie die Grund- und Mittelschule Schnaittenbach. Doch damit nicht genug: Masken gingen außerdem an die Kindergärten in Schnaittenbach, an die Bediensteten des Stadtbauhofs und des Wertstoffhofs in Schnaittenbach, an die Stadt- und Pfarrbücherei sowie an Firmen und Handwerksbetriebe. Zuguterletzt bekamen auch alle über 70-Jährigen aus der Stadt und den Ortsteilen jeweils eine Maske.

Die Mitglieder der Stützpunktwehr Schnaittenbach waren laut Michael Werner aktiv eingebunden und übernahmen die Verteilung: "Insgesamt wurden dafür über 300 Stunden aufgewendet." Hinzu kommen noch die Stunden der Kommandanten der Ortsteilwehren aus Holzhammer, Neuersdorf und Kemnath. Der Kommandant sagt auch, dass es ohne die Unterstützung der Bevölkerung nicht gegangen wäre. Viele Schnaittenbacher spendeten die Stoffe. Die vom Freistatt zur Verfügung gestellte Menge hätte lediglich für 170 Masken gereicht. Insgesamt machten sich laut Michael Werner 61 Näherinnen aus allen Ortsteilen ans Werk. Sie seien teilweise "rund um die Uhr" im Einsatz gewesen. Zwei von ihnen fertigte sogar mehr als 400 beziehungsweise 550 Stück: "Hier gilt unser besonderer Dank!" Übrig gebliebene Stoffe haben Nachbarwehren wie die aus Freudenberg und Haselmühl, die Stadt Sulzbach-Rosenberg sowie das BRK-Kreisverband Schwandorf erhalten.

Wie Michael Werner wissen lässt, kamen durch die Aktion 1500 Euro an Spendengeldern zusammen: "Was wir nicht erwartet hätten und was auch nicht notwendig gewesen wäre." Diesen Betrag hat der Feuerwehrverein auf 3000 Euro verdoppelt. Nicht ohne Grund: Von dem Geld wurde ein Defibrillator mit erweiterter Sprachsteuerung angeschafft. Das Gerät wurde am Feuerwehrgerätehaus im Schneckengäßchen am Hauseingang im Außenbereich installiert, so dass er für jedermann zugänglich ist. Ebenso können ihn Einsatzkräfte im Notfall benutzen und mitnehmen.

Mehr über die Aktion der Feuerwehr Schnaittenbach

Amberg

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.