Gleich vier neue Feuerwehrfahrzeuge für die Schnaittenbacher Wehr

Schnaittenbach
19.09.2022 - 16:11 Uhr

Das hat es so noch nicht gegeben. Es galt im Schnaittenbacher Stadtteil Neuersdorf die Beschaffung bzw. Indienststellung von gleich vier Fahrzeugen kirchlich „absegnen“ zu lassen. Entsprechend groß war die Freude und Feier.

Für Kreisbrandrat Fredi Weiß war es eine „geradezu historischer Moment“. Erlebt hat das wohl tatsächlich noch niemand unter den Feuerwehrleuten sowie den Mandatsträgern aus dem Schnaittenbacher Rathaus und den Nachbargemeinden sowie den Feuerwehrleuten. Es galt im Schnaittenbacher Stadtteil Neuersdorf die Beschaffung bzw. Indienststellung von gleich vier Fahrzeugen kirchlich „absegnen“ zu lassen. Entsprechend massiv war der Auftritt von Ehrengästen und der Feuerwehr. Freilich, schon zur Amtszeit von Ex-Bürgermeister Josef Reindl wurden die Anfänge dazu gemacht, Fahrzeuge geordert, zwei hätten noch in seiner Ägide eingeweiht werden können, letztlich wurde dann pandemiemäßig verhindert, dass sie schon früher in Dienst gestellt werden konnten. Ihre praktischen Befähigungen haben sie bereits bewiesen. „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ - der Wahlspruch war beim Festakt vermehrt zu hören. "Er ist für die Männer und Frauen der Feuerwehr Verpflichtung“, stellte Bürgermeister Marcus Eichenmüller bei der Feier heraus. „Den richtigen Wert der Fahrzeuge geben aber erst Sie ihnen“, das sagte der katholische Pfarrer Josef Irlbacher zu den Schnaittenbacher Dienstleistenden und zu den anwesenden Nachbarwehren. Sein evangelischer Amtskollege Stefan Fischer wünschte, "mögen die Fahrzeuge dazu beitragen, zerstörerische Feuer abzuwenden“.

Federführender Kommandant Michael Werner blickte auf die Entstehungsgeschichte der Fahrzeuge zurück. Er erinnerte die bis ins Jahr 2011 zurückreichenden "diffizilen Vorbereitungen". Tatsächlich gingen die Bemühungen zur Beschaffung des TSF (FFW Neuersdorf), MTW (FFW Kemnath/Buchberg) und des MZF und LF 20 KatS (FFW Schnaittenbach) lange zurück. „Wenn es brenzlig wird, kommt die Feuerwehr, und zwar absolut zuverlässig und immer“, meinte Eichenmüller, "dafür muss aber auch die beste Ausrüstung zur Verfügung stehen". Mit einem ausgeklügelten Fahrzeugkonzept hat sich ein aufgeschlossener Stadtrat nebst Verwaltung dazu entschieden, neue Wege in die Zukunft zu gehen, war zu hören. Die Fäden liefen bei der Sachbearbeiterin Laura Renda im Rathaus zusammen. Mit erheblicher Unterstützung der Feuerwehren der Stadt konnte Schnaittenbach die vier Fahrzeuge beschaffen, finanziellen Beistand gab es aber auch vom Freistaat (rund 160 000 Euro) wofür sich Eichenmüller stellvertretend bei MdL Harald Schwartz bedankte. Stolz sei man auf die Feuerwehren in Bayern, bekundete Schwartz, „bei der Förderung geht es nie um die Frage, ob, sondern wie hoch“. Auch den Landkreis hob Eichenmüller heraus, er sagte dem Stellvertreten Landrat Michael Rischke Dank für die Förderung von 250 000 Euro. Dass sich der Landkreis zu seinen Feuerwehren bekenne, rief Rischke in Erinnerung und sprach von einem „unbezahlbaren Ehrenamt“. Kommandant Bernhard Heindl (FFW Neuersdorf), Thomas Hackenberg (FFW Kemnath/Buchberg), Michael Werner (FFW Schnaittenbach) beschrieben zum Abschluss ihre Einsatzfahrzeuge kurz.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.