Dorfladen, Bäcker und Metzger, Wirtshaus, Gesundheits-
und Pflegedienste, Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe: Das sind Kleinunternehmen des regelmäßigen Bedarfs. Gefördert werden können durch das Amt für Ländliche Entwicklung Investitionen, die der Sicherung, Schaffung, Verbesserung und Ausdehnung der Grundversorgung dienen. Daneben gibt es Kleinstunternehmen des unregelmäßigen Bedarfs wie Friseur, Physiotherapeut, Schreiner, Autowerkstatt, Blumenladen, Buchhandlungen. Auch sie können laut Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden, wenn sie zur Innenentwicklung der Ortschaft beitragen.
"Man muss sich nur trauen", ermutigte Marco Götz vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth potenzielle Selbstständige bei einem Ortstermin in Kemnath am Buchberg. An dem Treffen nahmen auch Schnaittenbachs Bürgermeister Marcus Eichenmüller und Vertreter der Kreishandwerkerschaft teil. Gefördert werden laut Götz bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Nettokosten, die Obergrenze beträgt 200 000 Euro. Das Angebot richtet sich an Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Götz zeigte die Richtlinien am Beispiel der Bäckerei Rom auf. . Sie ist seit vier Jahrzehnten im Familienbesitz und das einzige Geschäft, das im Ort die Grund- und Nahversorgung gewährleistet.
Man muss sich nur trauen.
Das tut sie seit 1908, inzwischen in der vierten Generation, wie Seniorchef Josef Rom und Juniorchef Marco Rom ausführten. Die Nahversorgung sei weiterhin gesichert, wenn Christina Schönberger als neue Pächterin das Geschäft weiterführen wird. Froh, dass die Bäckerei Rom vor Ort bleibt, sind vor allem ältere Bürger oder Menschen ohne eigenes Auto. Bürgermeister Marcus Eichenmüller sprach von einem "Leuchtturm in Kemnath im Rahmen der Dorferneuerung". Marco Götz vom Amt für Ländliche Entwicklung zeigte auf, wie schnell von Frühjahr bis jetzt der Umbau erfolgt war.















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