Schnaittenbach
09.12.2021 - 13:03 Uhr

Kastenkripperl geht erstmals auf Reise durch den Schnaittenbacher Advent

Der Vorsitzende der Krippenfreunde Schnaittenbach, Uli Reindl (rechts) überreichte gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Pichl, Kassier Markus Grünwald, dessen Sohn Samuel und dessen Frau Michaela (von links) das Kastenkripperl für die nächsten 24 Stunden. Bild: ads
Der Vorsitzende der Krippenfreunde Schnaittenbach, Uli Reindl (rechts) überreichte gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Pichl, Kassier Markus Grünwald, dessen Sohn Samuel und dessen Frau Michaela (von links) das Kastenkripperl für die nächsten 24 Stunden.

Das Frauentragen im Dezember hat lange Tradition in der katholischen Kirche. Dabei wird eine Marienfigur den ganzen Dezember einen Tag zu Gast in einer Familie, um am nächsten Tag bei einer anderen einzukehren. In Anlehnung an diese kirchliche Tradition haben die Krippenfreunde Schnaittenbach um den Vorsitzenden Uli Reindl und seinen Stellvertreter Peter Pichl das Herbergstragen als große Gemeinschaftsaktion für die Mitglieder heuer ins Leben gerufen. Erstmals wird ein Kastenkripperl die ganze Adventszeit von einem Krippenfreund zum anderen wandern und jeweils einen ganzen Tag in dessen Familie bleiben. Diese Aktion stieß bei den Vereinsmitgliedern auf gute Resonanz, sodass der Terminkalender für das kleine Kastenkripperl schnell gut gefüllt war. Nur wenige Termine sind noch frei. Wer Interesse hat, sich an dieser Aktion noch zu beteiligen, kann sich bei Uli Reindl (09622/71384) melden.

Am 1. Dezember habe laut Uli Reindl das Herbergskastl nun seine Reise durch den Advent bei ihm angetreten. Tags darauf überreichte er gemeinsam mit Peter Pichl das handliche Kripperl Markus Grünwald, der es mit Sohn Samuel und seiner Frau Michaela in Empfang nahm. Im Verlauf der nächsten Tage und Wochen bis zum 24. Dezember würden Maria und Josef bei den Familien der Krippenfreunde zu Hause anklopfen und um eine Herberge bitten, berichtet Reindl. „Auch wenn der Brauch des Frauen- oder Herbergstragens bei uns in der Oberpfalz bekannt und belegt ist, findet man dazu wenig Geschriebenes. Deshalb stammen die im Begleitheft zum Kastenkripperl enthaltenen Berichte und Geschichten meist aus dem Oberbayerischen oder dem Tirolerischen“, informierte der Vorstand der Krippenfreunde.

Wie die Krippenfreunde und ihre Familien den Tag oder den Abend mit dem Herbergskastl verbringen und gestalten und was sie daraus machen, bleibt nach seinen Aussagen selbstverständlich allen selbst überlassen. Die im Begleitheft enthaltenen Texte könnten laut Reindl bestenfalls die eine oder andere Anregung liefern. „Vielleicht aber kann das Herbergskastl zu einer nachhaltigen und besinnlichen Begegnung in den Familie beitragen, die ihm einen Tag und eine Nacht Herberge gewähren“, wünscht sich Uli Reindl.

Glücklich können sich die Krippenfreunde schätzen, die das bezaubernde Kastenkripperl 24 Stunden in ihren Familien beherbergen dürfen, denn bei dessen Anblick geht einem das Herz auf. Bild: ads
Glücklich können sich die Krippenfreunde schätzen, die das bezaubernde Kastenkripperl 24 Stunden in ihren Familien beherbergen dürfen, denn bei dessen Anblick geht einem das Herz auf.
 
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