24.09.2020 - 10:57 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Kaum Überschwemmungsgebiete

Das Überschwemmungsgebiet des Ehenbaches ist neu festgesetzt worden. Zwei Experten verraten, was das für Folgen hat und wo sich Bürger über die neuen Bewertungen informieren können.

Neue Bewertungen haben ergeben, dass sich die Überschwemmungsgebiete beim Ehenbach in Schnaittenbach in Grenzen halten.
von Klaus HöglProfil

Eher ruhig und beschaulich schlängelt sich der Ehenbach auf seinen 17,2 Kilometern aus Richtung Ehenfeld durch Schnaittenbach in die Naab bei Wernberg. Es ist wasserrechtlich gesehen ein "Gewässer II und III Ordnung" . Der Bach hat ein paar kleinere Zuflüsse, ein sogenanntes "Jahrhundertwasser" kommt auch nur wirklich alle Jubeljahre vor. Es ist schon ein paar Jahre her, dass sich der Bach nicht in seinem tiefen Bett gehalten hat, dass man von einem Hochwasserereignis reden konnte.

Nur wenige Anwesen oder Garagen liegen in Schnaittenbach im gefährdeten Bereich, jetzt wurde das Überschwemmungsgebiet des Ehenbaches neu festgesetzt. Und von Peter Fröhlich (Wasserwirtschaftsamt Weiden) und von Sigrid Stepan (Landratsamt Amberg-Sulzbach) vorgestellt. Warum die Festsetzung eines Überschwemmungsgebietes? Fröhlich ging auf die rechtlichen Grundlagen des Wasserhaushaltsgesetzes und des Bayerischen Wassergesetzes sowie auf Berechnungen durch Befliegungen ein, zeigte anhand von umfangreichem Kartenmaterial auf, dass sich das sogenannte Überschwemmungsgebiet in Schnaittenbach in engen Grenzen hält. "Was in seinem Ort Überschwemmungsgebiet ist, darüber kann sich jeder Bürger selbst informieren" sagte Fröhlich, der in diesem Zusammenhang auf das bayerische Internetangebot "Informationsdienst überschwemmungsgefährdete Gebiete" hinwies.

Von Sigrid Stepan waren Details über die Sicherung der Überschwemmungsgebiete am Ehenbach und seinen Nebengewässern für Hirschau und Schnaittenbach zu erfahren. Sie informierte über die Zielsetzungen, die Bauleitplanung, die die Verwaltung zu berücksichtigen hat, sowohl im Innen als auch im Außenbereich. Wie mit Einzelbauvorhaben umzugehen ist, was an Erdbewegungen im Überschwemmungsgebieten möglich ist und nicht. Der Neubau von Heizölverbraucheranlagen in einem solchen betroffenen Gebiet sind grundsätzlich verboten.

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