24.06.2020 - 07:55 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Der neue Bürgermeister von Schnaittenbach: Marcus Eichenmüller

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Seit sieben Wochen ist der neue Schnaittenbacher Bürgermeister Marcus Eichenmüller im Amt. Mit dem Sieg in der Stichwahl Ende März hat für ihn ein neuer aufregender Lebensabschnitt begonnen. Dafür hat er sich seine eigenen Ziele gesetzt.

Marcus Eichenmüller (CSU), der neue Bürgermeister von Schnaittenbach, in seinem Amtszimmer.
von Stephanie Hottner Profil

1975 geboren als jüngstes von fünf Kindern, hatte Marcus Eichenmüller eine erfüllte Kindheit in Schnaittenbach, wie er erzählt – mit vielen schönen Erinnerungen, die er mit seiner Heimatstadt und der Umgebung verbindet.

Nach Abschluss der Schule machte er eine Ausbildung zum Elektriker. Im Jahr 2000 folgte der Meister in Elektrotechnik, im selben Jahr übernahm er den elterlichen Betrieb von seinem Vater Max Eichenmüller.

Privat ist er seit Juli 2007 mit seiner Frau Nicole glücklich verheiratet, mit der er zwei Kinder hat, Tochter Helena und Sohn Vincenz. Auf die Frage, was seine Familie zum Wahlsieg sagt, lässt er Oberpfalzmedien wissen, dass diese begeistert und stolz sei und voll und ganz hinter ihm stehe. „Mein achtjähriger Sohn Vincenz fragt jeden Abend nach, was ich denn heute alles im Rathaus gemacht habe“, verrät er lächelnd. „Ein bisschen komisch war es aber schon, da man den Wahlsieg wegen der Corona-Pandemie nicht so richtig feiern konnte, zumindest nicht so, wie man es eigentlich getan hätte.“

Neben seinen bisherigen Tätigkeiten als selbstständiger Elektrotechnik-Meister, CSU-Ortsvorsitzender und Stadtrat ist Eichenmüller zudem ehrenamtlicher Schöffe und Mitglied (nicht aktiv) der ortsansässigen Freiwilligen Feuerwehr.

Zur Nominierung von Marcus Eichenmüller als CSU-Bürgermeisterkandidat in Schnaittenbach

Schnaittenbach

Der Weg in die Politik

Politisches Interesse war eigentlich schon immer da, erzählt er, zum entscheidenden Schritt in die Lokalpolitik kam es dann im Jahr 2013, als ihn der damalige CSU-Ortsvorsitzende Markus Nagler für die Kandidatenliste zur Stadtratswahl 2014 vorschlug. Er wurde beim ersten Versuch gleich in den Stadtrat gewählt und bekam außerdem das wieder eingeführte Amt des Jugendbeauftragten der Stadt Schnaittenbach, das er bis zum Wahlsieg innehatte.

Zum Ergebnis der Bürgermeister-Stichwahl in Schnaittenbach

Schnaittenbach

Den Wahlkampf beschreibt Eichenmüller als sehr interessante, intensive Zeit, in der er vor allem versucht habe, den Bürgern zuzuhören, Stimmungen zu erfassen, was gut läuft und was eher nicht so toll läuft. Ganz nach seinem Motto „Zuhören, Nachdenken, Umsetzen“. Nach wochenlangen Vollgas-Wahlkampfprogramm habe Corona plötzlich alles ausgebremst. Von vorher fünf Abendterminen pro Woche auf 0: „Man sitzt abends zu Hause und überlegt, es sind noch 14 Tage bis zur Wahl und man hat keine Möglichkeit mehr, direkt vor die Menschen zu treten.“

Trotz dieser Entwicklung habe er sich schnell wieder gefangen, sein Wahlkampfteam und er hätten von da an versucht, die Bürger verstärkt über die sozialen Medien zu erreichen, aber etwa auch per Post.

Für die begonnene Amtszeit gelte es nun, die Vorstellungen und Ziele umzusetzen. Dazu zählen solide, geordnete Finanzen, ein neuer Haushalt, die Dorferneuerung Kemnath, die Abwasserentsorgung Sitzambuch-Demenricht, aber auch Punkte wie betreutes Wohnen oder der Neubau einer Kinderkrippe. „Bewährtes und Begonnenes wird natürlich weitergeführt“, sagt Eichenmüller und betont mit Blick auf die anderen Faktionen im Stadtrat: „Ich bin kein Spalter, ich bin ein Teamplayer, für mich ist die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen wichtig.“

In der Coronazeit

Die ersten Wochen als neuer Bürgermeister waren für Marcus Eichenmüller neben der Eingewöhnungsphase durch den Berufswechsel natürlich auch vom alles überschattenden Thema Corona geprägt. „Man merkt schon, neben dem normalen Alltagsgeschäft drehen sich die Anliegen und Probleme der Bürger, Vereine und Firmen um Corona und die damit verbundenen Maßnahmen“, so Eichenmüller. Es herrsche verständlicherweise viel Verunsicherung, und hier versuche man als Stadt gute Unterstützung zu leisten und Informationen und Beratung zu geben.

Die Stadt werde ihrerseits sehr gut von der Staatsregierung unterstützt und auf dem Laufenden gehalten, lobt Eichenmüller. Ein großes Dankeschön richtet er auch an die Bürger, die sich alle gut an die Regeln gehalten hätten, sodass es zu keiner Zeit zu einer kritisch hohen Infektionszahl im Stadtgebiet gekommen sei. Trotz der Auflagen in den vergangenen Wochen sei das Leben weiterhin lebenswert, und es gebe auch wieder eine Zeit nach Corona, merkt er an.

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