Es war eine Premiere: Erstmals hatte der SPD- Ortsverein nicht nur seine Mitglieder zur Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten eingeladen, sondern auch die Bevölkerung. Im TuS-Sportheim gab Ortsvorsitzender Daniel Hutzler bekannt, dass der Vorstand einstimmig beschlossen habe, Uwe Bergmann für den Chefsessel im Rathaus vorzuschlagen.
Unter dem Motto "Frischer Wind bei uns dahoam" stehe Bergmann für die Eigenschaften jung, frisch und dynamisch. Er habe ein offenes Ohr für alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen und er bringe sich zudem in verschiedenen Vereinen ehrenamtlich ein. Noch dazu habe er die nötige politische Erfahrung: Bergmann ist seit 23 Jahren Stadtrat, stellvertretender Bürgermeister und SPD-Kreisvorsitzender. Das Wichtigste laut Hutzler: "Er hat Rückgrat."
Es folgten Grußworte von Bezirksrat Richard Gaßner und Landratskandidat Michael Rischke. In seiner Ansprache erinnerte Uwe Bergmann zunächst an seine politischen Wurzeln. Er stamme aus einer sozialdemokratischen Familie, aus der mit seinem Großvater bereits ein Bürgermeister und mit seinem Vater ein Bürgermeisterkandidat hervorgegangen seien.
Als Nachfolger von Reinhold Strobl trat er 2015 das Amt des SPD-Kreisvorsitzenden an: "Ich kann für das Bürgermeisteramt somit Kompetenz vorweisen und auch auf überregionale politische Erfahrungen für dieses Amt zurückgreifen." Auch das sagte der 48-Jährige: "18 Jahre Opposition sind genug, ich will jetzt die Richtlinien bestimmen. Politik geht mit theoretischen Lehren und Reden alleine nicht, die Menschen fordern Politiker, die Versprechen umsetzen und sich für ihre Wähler einsetzen. Ich will für die Bürger Ansprechpartner auf ihrer Augenhöhe sein und die Bürger nicht von oben herab behandeln." Seine wichtigsten Leitthemen seien Wirtschaft, Umwelt, Stadtentwicklung, Kultur und Ehrenamt. Alles unter der Prämisse "Transparenz, Bürgerbeteiligung, Planbarkeit".
Bergmann versprach die Erarbeitung eines Positionspapiers, also kein klassisches Wahlprogramm. Dieses soll Haltungen zu bestimmten Themen beschreiben. "Manches ist angestaubt und angekratzt bei uns, in die Jahre gekommen." Seine Aufgabe sei es, Schnaittenbach zukunftsfähig zu machen: "Wir wollen wachsen mit den Aufgaben."













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.