17.06.2021 - 09:07 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Schnaittenbacher Evergreen-Senior feiern Hauskirwa

Bei der Hauskirwa im Heim schwang so manche Evergreen-Seniorin das Tanzbein.
von Werner SchulzProfil

Die jüngsten Lockerungen der Corona-Vorschriften machten es möglich: Die Bewohner des Seniorenzentrums Evergreen in Schnaittenbach konnten zusammen mit dem Betreuungspersonal eine zünftige Hauskirwa feiern. Freilich war dies nur hausintern möglich, also ohne Verwandte und Gäste. Wegen mehrerer Regenschauer konnte das Fest nicht, wie geplant, auf der Heimterrasse stattfinden, sondern musste ins Foyer des Hauses ausweichen.

Das tat der guten Laune ebenso wenig Abbruch wie der durch die kurzfristige Ansetzung bedingte Verzicht auf einen Live-Musikanten. Die Stimmungs- und Tanzmusik kam ganz einfach aus dem Lautsprecher. Betreuungs-Chefin Stephanie Lang bewies ein glückliches Händchen mit der von ihr ausgewählten Kirwa-Playlist. Ob „Trompetenecho“ von Slavko Avsenik und seinen Oberkrainern, „Joana“ von den Jungen Zillertalern, „Die Fischerin vom Bodensee“ von den Wildecker-Herzbuben oder „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier – alles kam beim Publikum bestens an. Die Senioren sangen, schunkelten und tanzten, dass es eine wahre Freude war. Das „Fliegerlied“ von Donnikl begleiteten sie unter der Regie des Betreuungspersonals mit den dazu passenden Bewegungen. Bei „Hulapalu“ von Andreas Gabalier machten sich die älteren Herrschaften sogar zur Polonaise auf. Stephanie Lang sorgte mit selbstgestrickten Gstanzln für Heiterkeit. Sie brachte, am Akkordeon begleitet von einer Seniorin, die allgemeine Befindlichkeit mit dem Vers auf den Punkt: „Das Virus, das macht uns das Leben zum Graus, es gibt koi anders Thema, i halt’s nimmer aus.“

Wie es sich bei einer Kirwa gehört, durfte der Kirwabaum nicht fehlen. Er wurde am Nachmittag aufgestellt. Natürlich war auch für Essen und Getränke gesorgt. An den bayerisch weiß-blau dekorierten Tischen konnten die Senior bei Bratwurstsemmeln, alkoholfreiem Bier und Radler das rundum gelungene Brauchtumsfest genießen. Bewohner wie Betreuer zogen das Fazit: „Hoffentlich kehrt bald wieder normales Leben ins Heim ein.“

Ein „Prosit der Gemütlichkeit“ durfte bei der Evergreen-Hauskirwa nicht fehlen.

 

 

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