19.07.2021 - 10:40 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Stadtrat Schnaittenbach spricht über neuen Waldkindergarten

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In der Stadtratssitzung Schnaittenbach ging es auch um das Thema Waldkindergarten. Drei Standorte sollen geprüft werden: Festplatz Mertenberg, Bürgerwald in Kemnath am Buchberg sowie ein nördlicher Waldbereich von St. Vitus.

Ein Hinweisschild aus Holz weißt auf einen Waldkindergarten hin. Auch in Schnaittenbach könnte es bald so eine Einrichtung geben.
von Klaus HöglProfil

Die Freie Wählergemeinschaft Schnaittenbach hat bereits im Juni 2020 im Rahmen einer möglichen Kindergartenkonzepterweiterung den Antrag auf einen Waldkindergarten gestellt. Der Stadtrat Schnaittenbach hat sich jetzt nach längerer Dikusssion für die Errichtung eines solchen Waldkindergartens ausgesprochen. Voraussetzung allerdings ist, dass ein geeigneter Standort gefunden wird. In der Klausurtagung im April dieses Jahres war für den Stadtrat bereits eine Präsentation vorgelegt bzw. ein Konzept vorgestellt worden. Darüber hinaus lag eine Stellungnahme des Kreisjugendamtes vor. Bezug genommen wurde bei dieser Unterrichtung auch auf die Auswertung einer Elternbefragung bezüglich Auslastung und Nutzung eines Waldkindergartens. Insgesamt versandte die Verwaltung 197 Fragebögen an Eltern von Kindern der Geburtsjahrgänge 2016 bis 2021. Davon kamen 78 Fragebögen zurück, 33 Eltern plädierten für eine Unterbringung ihres Kindes in einem Waldkindergarten, 45 für eine Unterbringung ich einer klassischen Einrichtung.

Drei Standorte

Drei Standorte sollen geprüft werden: Mertenberg Festplatz, Kemnath am Buchberg, Bürgerwald, nördlicher Waldbereich St. Vitus. Als externe Träger kämen die Johanniter, das BRK, freie Träger in Frage. Bauamtsleiter Markus Stiegler hat aus Sicht der Verwaltung erklärt, dass eine Trägerschaft eines Waldkindergartens, wie in anderen Kommunen auch, durch die Stadt nicht angezeigt sei. Da zusätzlich Personal zu verwalten und bei einem personellen Ausfall weitere Probleme entstünden. Uwe Bergmann (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, eine interkommunale Zusammenarbeit mit Hirschau und Freudenberg ins Auge zu fassen. Wie das mit den sanitären Bedingungen geregelt werden soll, wollte Josef Werner wissen. „Wir wollen den Eltern ein alternatives Angebot bieten und sind uns sicher, dass der Waldkindergarten sehr schnell gefüllt werden würde“, sagte Manfred Schlosser.

Gemeinsam mit Freudenberg

Das Thema sollte man zeitlich beschleunigt angehen, meinte Schlosser. Auch die CSU steht dem Vorhaben Waldkindergarten geschlossen positiv gegenüber. Es müsse eine Aufklärungskampagne gestartet werden und das Projekt soll gemeinsam mit Freudenberg und Hirschau besprochen und auf die Beine gestellt werden, fordert Uwe Bergmann. Bürgermeister Marcus Eichenmüller ist ebenfalls ein Befürworter eines Waldkindergartens. „Denn wenn alle drei Kindergärten in Schnaittenbach keine Erweiterung planen und voll sind, dann können wir zusätzlich den Waldkindergarten anbieten, das wäre damit auch geregelt.“ Keine Trägerschaft aber eine Anschubfinanzierung als freiwillige Leistung durch die Stadt aber wäre vorstellbar, um den Anlauf des Betriebes zu erleichtern, zum Beispiel Planungskosten, Genehmigungsverfahren, Zuschussanträge.

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Hintergrund:

Die drei Kindergärten in Schnaittenbach

  • Katholischer Kindergarten St. Marien, Schnaittenbach 55 Kindertagesplätze, Geschäftsführung Caritas
  • Katholischer Kindergarten St. Margareta in Kemnath, 31 Kitaplätze, Geschäftsführung Caritas
  • Kindertagesstätte St. Vitus, 60 Kindergartenplätze, 24 Krippenkinder, Träger Stadt Schnaittenbach

 

 

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