15.03.2020 - 20:56 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Stichwahl in Schnaittenbach: Bergmann contra Eichenmüller

Wie werden sich wohl in 14 Tagen die Anhänger der Freien Wähler entscheiden? Das ist die spannende Frage nach der Bürgermeisterwahl in Schnaittenbach.

Besuch im Wahlamt und Blick auf die Ergebnisse der Schnaittenbacher Bürgermeisterwahl. Links Uwe Bergmann, in der Mitte Wahlleiter Dietmar Krisch, rechts Marcus Eichenmüller, sitzend Sascha Fritzsche von der Stadtverwaltung, bei dem die Einzelergebnisse zusammenliefen.
von uscProfil

Marcus Eichenmüller von der CSU und sein Gegenkandidat Uwe Bergmann (SPD) hatten beide mit einer Stichwahl gerechnet, wie sie bei einem kurzen Besuch im Wahlamt betonten. Eichenmüller war es ein Bedürfnis, in seinem Statement den fairen Umgang unter den Parteien und der Wählergruppe im Wahlkampf hervorzuheben und zu loben. „Bei drei Kandidaten war mir klar, dass es dieses Ergebnis geben wird“, so die Einschätzung Eichenmüllers. Die Partei haben den Wahlkampf wegen des Coronavirus vorzeitig abgebrochen, keine Infostände mehr aufgebaut, keine Hausbesuche mehr gemacht.

„Die Stichwahl war für mich logisch“, sagte auch Bergmann in einem ersten Statement im Rathaus. „Für mich ist auch die Stichwahl in zwei Wochen ein offenes Rennen.“ Es bleibt dann die entscheidende Frage, wen die Wähler der Freie Wähler ihre Stimme geben werden. Manfred Schlosser, der wegen einer Coronaviruserkrankung im Kollegenkreis noch ein paar Tage daheim bleiben muss, zeigte sich schon „etwas enttäuscht“. Man muss nun halt sehen, wie die Freien Wähler bei der Stadtratswahl abschneiden. Schlosser, zuletzt Dritter Bürgermeister, gab sich auf die Frage nach einer eventuellen Wahlempfehlung bedeckt. Darüber habe man noch nicht gesprochen.

Die drei Kandidaten mussten daheim relativ lang auf das Endergebnis warten, da der Internetzugang von außen durch eine Überlastung eines externen Rechners nicht möglich war. So blieb die Großleinwand im Kulturstadel der Stadt ohne Meldungen. Dazu versorgte Wahlleiter Dietmar Krisch die etwa 70 Besucher mündlich über den laufenden Eingang aus sechs Wahl- und vier Briefwahlbezirken.

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