12.06.2019 - 14:54 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

Bischof und BFV gratulieren zum Jubiläum

Ein Eigentor entscheidet den Distner-Cup, mit dem der SV Schönhaid seinen 50. Geburtstag feiert. Beim Festgottesdienst rückt ein weit gereister Mitzelebrant in den Mittelpunkt. Auch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) gratuliert.

von Werner RoblProfil

Nach dem musikalischen Auftakt am Freitagabend mit der Gruppe "Defboy" wechselte der Schauplatz erst einmal hinunter an den grünen Rasen. Am Samstag gab es einen Fußballnachmittag der Amateurmannschaften, die beim Distner-Kleinfeld-Cup ihre sportlichen Kräfte maßen, um sich einen der Preise zu sichern. Spielleiter Peter Fröhlich sprach bei der Siegerehrung von fairen Begegnungen. Beim packenden Endspiel war es ausgerechnet ein unglückliches Eigentor, das die Mannen von "Bäm Bäm Bigilo" zum zweiten Sieger machte. Platz drei holten die Fuchsmühler "Zoiglbrüder". Ein Fünf-Liter-Fässchen Zoigl-Bier durfte sich aber jeder, der am Kleinfeld rackerte, mit nach Hause nehmen oder an Ort und Stelle leeren. Danach verwandelte sich das Festzelt in eine fröhliche Party-Halle, in der die Band "XZeit" für Stimmung sorgte.

Aufstellung nahm der Kirchenzug, der den Sonntagvormittag einläutete, beim historischen Dorfstadel. Mit dem neuen Tragkreuz wiesen die SV-Schönhaid-Ministranten mit den Rückennummern 6 und 9 (für das Gründungsjahr 1969) den Vereinen und Fahnenabordnungen den Weg hinaus zum Festplatz, wo Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel und der aus Australien angereiste Bischof Bosco Puthur - ein Freund des Seelsorgers - gemeinsam die Messe lasen. In seiner Festpredigt stellte sich der geistliche Oberhirte aus Melbourne als ein fundierter Kenner nicht nur der aktuellen Fußballergebnisse, sondern auch als ein Freund des Mannschaftssportes vor. Die Kollekte - zusammengekommen waren rund 400 Euro - werde er für den Bau einer Kirche verwenden, für die seine Gemeinde bereits lange spare, versprach er. "In eurem Land gibt es viele Kirchen, aber nur wenige Gläubige, die die Gottesdienste besuchen. In meiner Diözese ist genau umkehrt." Er werde für den SV Schönhaid beten. Für die Spende zeigte er sich mit dem bischöflichen Segen dankbar.

Silberne Raute

Die nächsten Höhepunkte ließen nicht lange auf sich warten: Die Ehrenurkunde und die Silberne Raute des Bayerischen Fußball-Verbandes überbrachten der Konradsreuther BFV-Kreisvorsitzende Siegfried Tabbert, BFV-Kreis-Ehrenamtsbeauftragter Martin Braun aus Selb und Kreisspielleiter Peter Kemnitzer aus Regnitzlosau. In seiner Ansprache bedauerte Tabbert das Missverständnis, das beim Ehrenabend vor wenigen Wochen für deutliche Unruhe im Verband gesorgt hatte. In der damaligen Festsitzung hatte SV-Vorsitzender Herbert Schaumberger das Fehlen der Funktionäre beklagt. Tabbert stellte dies in seiner Glückwunsch-Ansprache aber richtig: Leider sei dem SV Schönhaid zum Ehrenabend am 27. April ein Fehler bei der Einladung unterlaufen. "Aus diesem Grund waren auch keine Vertreter des Fußballverbandes beziehungsweise vom Fußball-Spielkreis 3 im Sportheim anwesend", erklärte Tabbert, der hinzufügte, dass der SV Schönhaid diesen Irrtum rückblickend sehr bedauere. Siegfried Tabbert beglückwünschte den Jubelverein, der für die langjährigen Verdienste um den Sport mit der BFV-Ehrenurkunde ausgezeichnet wurde.

Einen "vorbildlichen Antrag" reichte der 50 Jahre gewordene SV Schönhaid ein, um sich mit der "Silbernen Raute" zertifizieren zu lassen. Die Anerkennungsurkunde überbrachte Kreis-Ehrenamtsbeauftragter Martin Braun. Der SV habe alle Kriterien erfüllen können, verwies der Sport-Funktionär auch auf das Engagement im Jugend- und Breitensport. "Alles Anforderungen an einen modernen Verein unserer Zeit", zu dem die Schönhaider zweifellos zählen würden. Der SV zeige, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen unserer Zeit gerecht werde. "Es ist mir eine Ehre, die Silberne Raute verleihen zu dürfen. Ihr habt sie verdient, dazu meinen herzlichen Glückwunsch", bat er den stellvertretenden SV-Vorsitzenden Konrad Burger auf die Bühne.

"Bleibt weiter kreativ"

Den Glückwünschen schlossen sich auch Bürgermeister Toni Dutz und Roland Grillmeier in seiner Eigenschaft als stellvertretender Landrat an. Dutz erinnerte an die Gründung und an die Pioniere, die vor einem halben Jahrhundert den Verein ins Leben gerufen und das Gelände mit Sportheim aufgebaut haben. "Bleibt weiter kreativ. Schaut nach vorne", bat Grillmeier.

Dem Weißwurst-Frühstück und dem anschließenden Mittagessen folgte am Pfingstsonntag ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Nicht fehlen durften Kaffee und Kuchen, die die Hausfrauen zu Hause vorbereitet hatten. Mit einem "Bayerisch-Böhmischen Abend", gestaltet von der Blaskapelle aus Wiesau, startete der Jubelverein in die Finalrunde seiner dreitägigen Geburtstagsfeier am Kornthaner Weg.

Distner-Cup:

Die Siegerliste

Gewinner des Preisgeldes in Höhe von 150 Euro wurde beim Distner-Cup die JU aus Wiesau, die beim Finale das Team „Bäm Bäm Bigilo“ auf Platz zwei (100 Euro) verdrängte. Platz drei und damit 50 Euro sicherten sich die „Zoiglbrüder“ aus Fuchsmühl. In der Tabelle folgten „Ballerdasdarein Istanbul“, „SC Binscher“, „Kolben 420“ und „Merlin und die Zauberer“. Auf dem achten Tabellenplatz landete das Team Distner, Neunter wurden die Mannen, die sich „Weizen“ getauft hatten. Auf den weiteren Plätzen: „Die fünf buckligen Sechs“, JU Mitterteich und der „SFC Weiden“. (wro)

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