03.03.2021 - 11:01 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

Brückenbau in Schönhaid: Probleme inzwischen behoben

Ende Oktober startete der Neubau der Tirschnitzbach-Brücke in Schönhaid. Nach der Winterpause werden die Arbeiten nun wieder mit Hochdruck vorangetrieben.

Seit 22. Februar wird an der Brückenbaustelle in Schönhaid wieder gearbeitet. Die Fertigstellung ist für Mai, spätestens aber für Juni dieses Jahres geplant.
von Werner RoblProfil

Die Brücke über den Tirschnitzbach war in die Jahre gekommen und wies - so das zuständige Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach - "einen verbrauchten Zustand" auf. Nachdem sich mit einer Sanierung die vorhandenen Defizite nicht hätten beheben lassen und eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre, fasste man einen Ersatzneubau an gleicher Stelle ins Auge. Die Gesamtkosten für Maßnahme am Südrand Schönhaids beziffert das Staatliche Bauamt auf rund 560.000 Euro. Getragen werden sie vom Freistaat Bayern. Baubeginn war Ende Oktober.

Zuletzt herrschte an der Brückenbaustelle vorübergehend Stillstand. „Seit 22. Februar ist die Winterpause aber beendet“, informiert der für den Brückenbau zuständige Fachmann Hannes Neudam vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Seiner Auskunft nach verliefen die Arbeiten unkompliziert. Laut Neudam kam es jedoch während der Winterpause zu leichten Problemen. Schuld daran war eindringendes Hochwasser, das über die sogenannten Spundwandkästen in die Baugruben einfloss. „Das Problem konnte aber mittlerweile behoben werden“, so Neudam.

Mit Blick auf den Baufortschritt ergänzt der Fachmann: „Nachdem im vorigen Jahr bereits ein Widerlager betoniert wurde, folgen in den kommenden Tagen die Fertigstellung eines weiteren Lagers und danach der Überbau.“ Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, lässt Neudam derzeit noch offen. Einschränkend verweist der Bauoberrat auf das Wetter. Neudam betont: „Wegen der Abdichtung auf dem Bauwerk muss die Witterung passen. Vorsorglich müssen wir also davon ausgehen, dass wir die Baustelle nicht wie versprochen im Mai, sondern vielleicht erst im Juni auflösen können.“ Für die auftretenden, jedoch unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen am Teilabschnitt der Staatsstraße 2170 wirbt das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach um Verständnis. Zudem bittet das Bauamt darum, der Beschilderung strikt Folge zu leisten, um die Arbeiter auf der Baustelle nicht zu gefährden.

Aktuell wird der Verkehr im Ort über eine Behelfsumfahrung geleitet. Sie führt von der Falkenberger Straße über den Dorfplatz, weiter über die gemeindliche (kleinere) Tirschnitzbach-Brücke zurück zur Falkenberger Straße. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde auf 30 km/h festgelegt. Die Umfahrung ist ausgeschildert. Für die Verkehrssicherheit kommt eine Beschränkung „Verbot für Fahrzeuge über 3,5 t“ mit dem Zusatzzeichen „landwirtschaftlicher- und Busverkehr frei“ zum Einsatz. Für den übrigen Verkehr ist eine Umleitungsstrecke über Wiesau zur Autobahnanschlussstelle der A93 bei Wiesau, weiter zur Anschlussstelle Falkenberg über die Staatsstraße 2167 in Richtung Falkenberg zur Staatsstraße 2170 (beziehungsweise umgekehrt) eingerichtet.

Schönhaid war einst ein bedeutendes Kaolinabbaugebiet

Schönhaid bei Wiesau
Der Baustellenbereich an der Staatsstraße 2170 ist gesperrt. Die Umleitung bestand auch während der Winterpause (Bild).
Während der Wintermonate ruhte die Baustelle

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