11.07.2021 - 15:17 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

Dorferneuerung Schönhaid: Endspurt am Dorfplatz

Die Dorferneuerung Schönhaid ist am Ziel. Abgearbeitet wurden mit dem Dorfstadel und der angrenzenden Bushaltestelle jetzt auch die letzten Aufgaben.

Bei einem Ortstermin machten sich Zweiter Bürgermeister Michael Dutz und Alexander Bäumler (von rechts) ein Bild von den Anbauten am Schönhaider Dorfstadel.
von Werner RoblProfil

Das Projekt "Dorferneuerung Schönhaid-Leugas" steht vor dem Abschluss. Gestartet wurde die Maßnahme bereits vor einigen Jahren. Fachlich begleitet wurde die staatlich geförderte Sanierungsmaßnahme von Dr. Emil Lehner vom Weidener Planungsbüro "SHL Architekten". Der Fachberater ist in Wiesau längst kein Unbekannter mehr. Bereits seit Jahren berät der Architekt, unterstützt von einem Team, die Gemeinde Wiesau bei vielen Maßnahmen (unter anderem auch beim Projekt Kulturbahnhof).

Bei einem früheren Treffen in Schönhaid betonte Bürgermeister Toni Dutz: "Ich wünsche mir, dass die Schönhaider und Leugaser weiterhin bei den Planungen so mitwirken wie bisher." Konkrete Vorschläge der Bürger seien erwünscht und wichtig. Schließlich ginge es um ihren Ort. "Es ist euere Dorferneuerung."

Zweiter Rettungsweg

Seitdem ist viel geschehen. Vorangetrieben wurden die Neugestaltung des Vorplatzes am Mehrzweckhaus in Schönhaid. Zudem entstand dort an der Südseite vor wenigen Monaten ein zweckdienlicher und von der Feuerwehr Schönhaid-Leugas finanziell unterstützter Anbau in Holzbauweise. Auf Vordermann gebracht wurden in Schönhaid der Kinderspielplatz; saniert wurde auch im nahen Leugas. Auf die geforderte Ergänzung "zweiter Rettungsweg" im westlichen Bereich des Schönhaider Dorfstadels musste man jedoch bis zuletzt warten.

Das Vereinsheim des Opel-Clubs ist ein beliebter Veranstaltungsort. Unter dem schützenden Stadel-Vordach finden im Herbst das beliebte Weinfest und in der Adventszeit (an gleicher Stelle) das Weihnachtssingen statt. Für ein massives Problem jedoch sorgte die Nutzung der Räume im Obergeschoss. Dort nämlich wird in der Faschings-, Starkbier- und Kirchweihzeit zünftig gefeiert. Aus Sicht des Brandschutzes stellte die Nutzung, weil der zusätzliche Rettungsweg fehlte, eine erhebliche Gefahr dar. Man musste handeln. "Künftig können im Schönhaider Dorfstadel wieder Veranstaltungen aller Art angeboten werden", informierte Zweiter Bürgermeister Michael Dutz zum schmückenden neuen Beiwerk aus Holz. Gefertigt wurde die geforderte Anlage von den dorfansässigen Handwerkern Daniel Hechtl und Jörg Lindner. Im Zuge des Erweiterungsbaus entstand im nördlichen Bereich des historischen Dorfstadels auch ein Überbau für die bereits bestehende Bushaltestelle. "Der jetzt überdachte und geschützte Ort kann auch bei Festen, zum Beispiel als Verkaufsstand, genutzt werden", kommentierte Zweiter Bürgermeister Michael Dutz die Idee, die dahinter steckt.

Kosten bei etwa 60.000 Euro

Alexander Bäumler vom Bauamt der Marktgemeinde Wiesau bezifferte die dafür entstandenen Kosten auf insgesamt rund 60 000 Euro. Die Dorfmitte, zu der auch ein Dorfplatz, eine Gaststätte und eine Bäckerei gehören, beleuchtete das stellvertretende Marktoberhaupt auch unter dem Stichwort Steinwald-Allianz. Deren mobiler Dorfladen hält im Ortszentrum am Mittwoch um 9 Uhr und am Samstag gegen 10.30 Uhr. Die Verkaufsstopps sind inzwischen ein guter Grund, nicht nur am Dorfplatz einzukaufen, sondern auch, um sich zu einem Plausch zu treffen.

Dutz freute sich: "Mit den beiden letzten Baumaßnahmen in Schönhaid konnte die langjährige Dorferneuerung endlich abgeschlossen werden." Aktuell blickt der Markt Wiesau auf Triebendorf, wo die nächste Dorferneuerung ansteht. Wann diese Maßnahme an den Start gehen wird, ist derzeit aber noch offen.

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"Der jetzt überdachte und geschützte Ort kann auch bei Festen, zum Beispiel als Verkaufsstand, genutzt werden."

Zweiter Bürgermeister Michael Dutz

 

 

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