Schönlind bei Vilseck
20.12.2018 - 17:22 Uhr

Acht Millionen für Schönlind

Die Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke wollen zehn Millionen Euro in ihre drei Standorte investieren. Schwerpunkt ist Schönlind: In die Modernisierung dieses Werks fließen alleine acht Millionen Euro.

Die Ziegelwerke in Schönlind (Vilseck): Die Firma Leipfinger-Bader will hier in den kommenden Monaten acht Millionen Euro in die weitere Modernisierung stecken. Bild: Wolfgang Steinbacher
Die Ziegelwerke in Schönlind (Vilseck): Die Firma Leipfinger-Bader will hier in den kommenden Monaten acht Millionen Euro in die weitere Modernisierung stecken.

Inhaber Thomas Bader präsentierte diese Pläne bei der Jahresabschlussfeier am Firmensitz in Vatersdorf (Landkreis Landshut). Er kündigte Investitionen von rund zehn Millionen Euro in den kommenden Monaten in die Standorte Vatersdorf, Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind an. Ziel sei es, die drei Werke "noch energieeffizienter und ökologischer" zu machen.

Im Rückblick auf ein "erfolgreiches Jahr" berichtetet der Inhaber, LB habe unter anderem den Lagerplatz in Vatersdorf ausgebaut und damit die Logistik für das Beladen der Lastwagen verbessert. Außerdem habe das Unternehmen eine Online-Anwendung entwickelt, mit der Kunden ihre Logistik digital abwickeln können.

Als zentrales Innovationsprojekt bezeichnete Bader die weitere Modernisierung des Werks in Schönlind: Ende Januar würden dort Wartungsarbeiten beginnen, um danach die Erneuerung des Tunnelofens und weiterer Maschinen in einem mehrmonatigen Großprojekt angehen zu können. "Dadurch werden wir den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß deutlich senken und das Ökoprodukt Ziegel noch umweltfreundlicher machen." An allen Standorten laufe bereits die Erweiterung der Lehmabbauflächen. Zur Lage auf dem bayerischen Wohnungsmarkt kamen kritische Töne von Bader: "Alle reden vom Bauboom, aber in diesem Jahr werden nicht mehr Wohnungen fertiggestellt als 2017. Das liegt daran, dass Bauen generell immer teurer wird - vor allem durch politische Entscheidungen." Die Einführung der Maut auf Bundesstraßen zum Beispiel belaste allein Leipfinger-Bader mit 600 000 Euro jährlich. Bader forderte von Bund und Freistaat Rahmenbedingungen, die auch günstigeres Bauen ermöglichen: "Wichtig dafür wäre vor allem, den Bauherren offen zu lassen, wie sie die Werte zur Energieeinsparung erfüllen, anstatt konkrete Bauweisen und Baustoffe vorzuschreiben." LB werde aber auch selbst aktiv: "Wir planen mit anderen Baustoffherstellern eine wissenschaftliche Studie zu günstigem und fortschrittlichem Bauen in die Höhe mit modernen Ansätzen für das Mauerwerk. Außerdem werden wir das Thema kunststofffreie Baustelle angehen."

Thomas Bader, Inhaber der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke, beim Jahresabschluss am Firmensitz in Vatersdorf (Landkreis Landshut). Bild:  Leipfinger-Bader
Thomas Bader, Inhaber der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke, beim Jahresabschluss am Firmensitz in Vatersdorf (Landkreis Landshut).
 
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