24.03.2019 - 14:48 Uhr
SchönseeOberpfalz

Birgit Höcherl tritt nicht mehr an

Besondere Neuigkeiten sind bei der Versammlung des CSU-Ortsverbandes eigentlich nicht erwartet worden. Doch dann sorgt eine Personalie für einen Paukenschlag.

Das gewählte Führungsteam des CSU-Ortsverbandes mit Vorsitzendem Norbert Veitenhansl (vorne) und den Delegierten sowie dem Ehrenvorsitzenden Josef Irlbacher (Zweiter von links), Europawahl-Kandidat Tobias Ehrenfried sowie MdL Alexander Flierl (von rechts).
von Ludwig HöcherlProfil

Im Ausblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr informierte Birgit Höcherl die Anwesenden, dass sie für eine erneute Kandidatur nicht zu Verfügung steht. Verständlich und nachvollziehbar erläuterte die Bürgermeisterin private und familiäre Beweggründe zu diesem Schritt. Vor zwei Jahren habe Nobert Veitenhansl den CSU-Vorsitz von ihr übernommen, der Wunsch der Vorstandschaft des Ortsverbandes sei, dass dieser auch als Bürgermeisterkandidat nominiert wird.

Für Josef Irlbacher ist die aktuelle Wahlperiode ebenfalls die letzte als Mitglied des Stadtrats. Die Arbeit im Stadtrat sei nicht immer einfach, man müsse oft "nur schlucken", so der Zweite Bürgermeister. Zu dem Beschluss "Förderantrag Turnhalle" verstehe er nicht, dass ausgerechnet ein Mitglied des Gremiums, das dem Sport verbunden sei, gegen diesen Antrag stimmte. "Wenn's pressiert, braucht man einfach eine schnelle Entscheidung und Vertrauen." Er will im kommenden Jahr aus dem Stadtrat ausscheiden und wünscht sich, dass auch junge Leute nachkommen und die Zukunft Schönsees mitgestalten. Die CSU-Fraktion habe in den vergangenen Jahrzehnten vorausschauend sehr gute Arbeit für die Stadt geleistet.

Ortsvorsitzender Norbert Veitenhansl ließ bei der Versammlung verschiedene Anlässe und Termine Revue passieren. Er erinnerte an die Veranstaltung mit MdL Ute Eiling-Hütig und das Sommerfest des Ortsverbandes. Vor der Landtagswahl engagierten Mitglieder einen Infostand mit MdL Alexander Flierl. Der Stimmkreisabgeordnete wie auch Landrat Thomas Ebeling waren öfter Gesprächspartner, wofür Veitenhansl den beiden Politikern für ihre Präsenz im Schönseer Land dankte. Auch dadurch sei die CSU für die Bevölkerung Ansprechpartner Nummer eins.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl richtete in ihrem Bericht den Fokus unter anderem auf den Ausbau der Straße Weberhäuser–Friedrichshäng, das Areal der alten Schule und den Kindergarten. Sie thematisierte ferner den "Klöppeltrafo" sowie die Zukunft des ehemaligen Zäch-Anwesens an der Weidinger Straße. Die Ortsgestaltung in Dietersdorf wurde in Einbindung mit den Bewohnern eine gelungene Sache. Der Spielplatz beim Moorbad könne sich nach ihrer Meinung jederzeit mit den Anlagen rundum messen. Mit der Herausgabe des "Seerosenblatts" wurde die Bevölkerung umfassend über Maßnahmen informiert.

Bei dem in der letzten Stadtratssitzung vorgelegten Antrag zur Förderung der Sanierung der Turnhalle war es ihr unverständlich, dass dieser im Gremium so hohe Wellen schlug. Für die nachträgliche Zustimmung zu dieser rund 1,4 Millionen Euro teuren Maßnahme, bei einer möglichen Förderung von 90 Prozent, habe sich die Stadt zu nichts verpflichtet. Ihre Mitteilung, dass bereits die Förderzusage vorliege, quittierten die Anwesenden mit Anerkennung und Applaus. Deutlich stellte die Bürgermeisterin die Verpflichtung der kommunalen Mandatsträger, zukunftsorientiert für die Stadt zu arbeiten, heraus. Diesen Weg gehe auch ein großer Teil des Stadtrats mit.

Bei der Neuwahl zur Vorstandschaft des Ortsverbandes gab es von den Anwesenden einstimmige Ergebnisse für die Kandidaten, an der Spitze wurde Norbert Veitenhansl bestätigt. Unter dem Motto "Tu was für Europa" erläuterte Tobias Ehrenfried seine Veranlassung, sich als Kandidat für die Europawahl zur Verfügung zu stellen.

"Du kannst, was du in Schönsee gemacht und geleistet hast, vorzeigen" sagte MdL Alexander Flierl an Birgit Höcherl gerichtet. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin und dankte für ihr Engagement. Aus der Arbeit im Landtag verwies er auf die neue Situation mit einem Koalitionspartner. Die CSU werde immer Herausforderungen annehmen und Weichen richtig zu stellen. Mit ihr gebe es Politik aus einem Guß – von der kommunalen Ebene bis Europa. Mit Zusammenhalt könne man sich allen Problemen stellen und diese bewältigen.

Birgit Höcherl und Josef Irlbacher stehen bei der nächsten Bürgermeister- und Stadtratswahl nicht mehr auf der Kandidatenliste.
Neuwahlen:

Vorsitzender: Norbert Veitenhansl; Stellvertreter: Birgit Höcherl, Martin Paa, Michael Pfistermeister; Schatzmeister: Günther Hansowitz; Schriftführer: Hermann Paa; Beisitzer: Stefan Beer, Barbara Bösl, Michael Ebnet, Albert Hecker, Stephan Irlbacher, Rainer Kuplent, Hans Schieber, Christian Weinfurtner, Matthias Zäch. Kassenprüfer: Hans Herrmann, Josef Irlbacher.

Delegierte zur Kreisvertreterversammlung: Martin Paa, Michael Pfistermeister, Norbert Veitenhansl; Ersatzdelegierte Birgit Höcherl, Michael Ebnet, Hans Schieber. (mmj)

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