09.02.2020 - 13:43 Uhr
SchönseeOberpfalz

Mit den Bürgern für eine "starke Stadt"

Die „Freie Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung“ und die „Freie Wählergruppe Schönsee-Ost“ starten ihre gemeinsamen Wahlveranstaltungen. Bürgermeisterkandidat Reinhard Kreuzer erläutert seine Schwerpunkte.

Reinhard Kreuzer, der gemeinsame Bürgermeisterkandidat der „Freien Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung“ und der „Freien Wählergruppe Schönsee-Ost“ stellt sich und seine Ziele vor.
von Udo WeißProfil

Im bis auf den letzten Platz besetzten Gasthaus „Waldblick“ in Dietersdorf fand die gemeinsame Wahlauftakt-Versammlung der „Freien Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung“ sowie der „Freien Wählergruppe Schönsee-Ost“ statt. Als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat stellte Reinhard Kreuzer sich und seine Ziele für die nächsten sechs Jahre vor. „Wir wollen die Bürger mit einbeziehen“, lautete dabei sein Hauptanliegen.

In den vergangenen sechs Jahren habe er als Stadtrat viel von der Kommunalpolitik mitbekommen und deshalb wisse er, wo „der Schuh drückt“. Nicht nur am Ratstisch, sondern in Bürgerversammlungen und Sprechstunden solle laut Kreuzer Politik gemeinsam mit den Bürgern gemacht werden. Zur Information trage auch eine stets aktuelle Homepage bei. Aktivieren von Leerständen und Schaffung von Gewerbeflächen habe für ihn hohen Stellenwert, denn nur so erhalte man eine „starke Stadt“. Ein weiterer gewichtiger Punkt sei die Unterstützung von Familien bei der Betreuung in Kindergarten und Krippe, sowie die Anliegen der älteren Generation. Kreuzer sieht die Entwicklung eines Energiekonzepts als sinnvoll an, denn es gäbe viele alte Gebäude, die man hier mit einbeziehen könnte. Öffentliche Straßen und Wege müssten saniert werden, vordergründig sei dies die Böhmerwaldstraße. Dabei sollte man mit den Finanzen der Kommune sorgfältig und kostengünstig umgehen.

„Unsere Bürger besitzen viel Wissen, das man im gemeinsamen Erfahrungsaustausch bündeln sollte“, bekräftigt Kreuzer. Zum Thema „Seniorenheim“ merkte er an, dass die Freie Wählergemeinschaft nicht gegen dieses Projekt ist, aber das „wie“ nicht hinnehmbar sei. Denn man hätte frühzeitig einen Dialog mit den Bürgern führen müssen.

Bezüglich des „Gegenfeuers“, welches seiner Person als Bürgermeisterkandidat entgegengebracht werde, stellte er klar: „Ich kann mir meine Arbeit in der Schreinerei einteilen, denn ich habe 15 Mitarbeiter.“ Mit den Worten, „nur wer gut aufgestellt ist, kann in Zukunft gut wirtschaften“, beendete er seinen Vortrag. Im Anschluss daran übernahm Björn Rau die Moderation. Den Anfang der Gesprächsbeiträge machte Stadtrat Thomas Schiller, der Altbürgermeister Hans Eibauer und die anwesenden Stadtratskollegen verschiedener Couleur begrüßte. „Opposition haben die Freien Wähler im Stadtrat neu definiert“, betonte er, „Dinge wurden von den drei Stadträten der Freien Wähler hinterfragt und in sachlicher Argumentation abgewogen.“

Zum Umbau der „alten Hauptschule“ nahm Bärbel Placke Stellung: „Das kommt mir konzeptionslos vor.“ Man hätte die Ideen der Bürger einholen und gemeinsam überlegen sollen, was gebraucht wird. Dazu gab es aus der Zuhörerschaft Einwände. Denn die Bürger hätten im Rahmen des ISEK-Programms Gelegenheit gehabt, Ideen vorzubringen, was aber wenig genutzt worden sei. Es gebe ein von Bürgermeisterin und Architekt ausgearbeitetes Konzept, das zur kurzfristigen Einreichung für die Förderung (80 Prozent) notwendig war.

Josef Eibauer, Listenkandidat der „Bürgerliste Miteinander“, meldete sich zu Wort und sagte: „Unser Wahlprogramm, das wir schon vor längerer Zeit erstellt haben, deckt sich ziemlich mit dem, was heute vorgestellt wurde. Wir sind uns also einig, in welche Richtung Schönsee gehen soll.“ Unter Beifall sagte er: „Wir sollten die Angriffsreflexe beenden.“

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