15.07.2020 - 15:29 Uhr
SchönseeOberpfalz

Direkter Draht zum Schönseer Bürger

Der Stadtrat Schönsee überlegt, eine "Schönsee-App" als mobile Informationsplattform fürs Smartphone einzurichten. Push-Meldungen sind schnell verbreitet, und der Bürger kann Mängel melden.

Eine „Schönsee-App“ auf dem Handy könnte bei vielen Anliegen einen Besuch im Rathaus ersparen. Das war der Tenor in der jüngsten Stadtratssitzung. Hier ging es aber erst mal nur um die Vorstellung dieses Bürgerdienstes.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Die öffentliche Sitzung des Schönseer Stadtrates in der Schulaula startete am Dienstagabend mit einem Antrag zur Tagesordnung. Josef Eibauer wollte den Punkt "Verbleib in der Verwaltungsgemeinschaft Schönsee" aufnehmen. "Das ist nicht diskussionswürdig", erklärte Bürgermeister Reinhard Kreuzer und "es schwebt auch nicht im Raum", wies er Eibauers Formulierung zurück. Was es gibt, seien Pro- und Kontra-Meinungen.

Feste Menüpunkte

Weiter ging es mit dem Tagesordnungspunkt eins "Vorstellung einer Bürger-App durch die Firma Komuna GmbH". Kundenbetreuer Ferdinand Beer gab einen Überblick, was Einwohner und Gäste mit der App am Handy machen können. Das Ziel sei es, schnelle Informationen aus dem Rathaus bereit zu halten. Dies sei der Vorteil gegenüber der Homepage. Außerdem gehe es um die Außendarstellung und darum, Kontakt mit dem Bürger zu halten. Die Komuna bietet die App für kleine und mittlere Kommunen mit einem festen Handling an, was laut Beer im Landkreis aktuell sechs Kommunen nutzen.

Die vier Bereiche gliedern sich in "Aktuelles" (News der Stadt), "Service" (wie Müllabfuhrtermine, Ferienprogramm), "Infos" (was möchte die Stadt Bürger und Gästen anbieten plus eventuell täglichen Einstellungen wie die Wassertemperatur im Moorbad) und "Dienste" (wie Bayern-Fahrplan oder Mängelmelder für defekte Straßenlampen). Außerdem seien "Push-Meldungen" für eine aktive Information der Bürger möglich. Aber der Referent stellte auch klar: Die Komuna liefert nur das Gerüst, mit Leben erfüllt werden muss die App von der Stadt selbst.

VG-Bürgermeister eingeladen

"Es ist eine gute Sache, aber wir müssen uns klar werden, wie wir das personalmäßig abdecken können", stellte Josef Eibauer fest. Er regte an, sich ein weiteres Angebot einzuholen. Außerdem sollte, ebenso wie bei der Homepage, der gesamte VG-Bereich abgedeckt werden. Er bat Reinhard Kreuzer auf die VG-Bürgermeister zuzugehen, um es gemeinsam zu machen. "Sie waren heute zur Sitzung eingeladen und sind nicht gekommen", erklärte das Schönseer Stadtoberhaupt.

Die App stünde für die Bürger kostenlos zum Download bereit. Bei der Finanzierung kann die Stadt jedoch nicht auf den Zuschuss für Bürgerdienste (80 Prozent) hoffen, nachdem mit diesem Programm bereits das neue "Rathaus-Serviceportal" mit 10 300 Euro gefördert wurde. Dieses soll noch im Sommer freigeschaltet werden. Das Serviceportal wurde von der Komuna GmbH als ein Tool auf der bestehenden Homepage der Verwaltungsgemeinschaft eingerichtet.

Stadtrat Josef Fleißer verwies auf die "gute Arbeit der Komuna GmbH", was sich am 15. März bei der Bekanntgabe der Kommunalwahlergebnisse in Nachbargemeinden gezeigt habe. Der Tagesordnungspunkt diente aber lediglich der Information. Ob und welche App angeschafft wird, steht erst später zur Diskussion.

Im Mai 2019 war das digitale Rathaus ein Thema bei der VG-Sitzung

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