Der neue Verein Estevia e.V., der am 1. Juli von zehn Gründungsmitgliedern in der Sozialtherapeutischen Einrichtung Lindau, Haus Drechselberg, aus der Taufe gehoben wurde, hat viel vor. „Es ist mir eine große Ehre als Vorstand für einen solch tollen Verein zu fungieren, welcher das gesellschaftliche Leben in der Stadt mit seinen geplanten Vorhaben bereichern wird“, betonte Bürgermeister Reinhard Kreuzer nach dem einstimmigen Votum bei der Wahl. Zweite Vorsitzende wurde Sabine Schüsslbauer, Beisitzerin Johanna Hauer, Kassier Sieglinde Knott und Schriftführerin Magdalena Bittner.
Der Verein, dessen Name im übersetzten Sinne „der süße Weg“ bedeutet, hat viele gemeinnützige Perspektiven. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, bekocht die Sozialtherapeuthische Einrichtung (STE) bereits seit Oktober 2020 das Katholische Kinderhaus in Schönsee. Diese Aufgabe wird nun in die Vereinstätigkeiten des Estevia e.V. aufgenommen. Das eingespielte Küchenteam unter der Leitung von Sieglinde Knott bekocht die Kinder des Kinderhauses täglich. „Es macht uns unheimlich viel Spaß für die Kinder zu kochen und bei jedem Lob geht uns das Herz auf“, betonen Johanna Hauer und Sieglinde Knott. Und Lob gibt es genug. Das Feedback der Leiterin des Kinderhauses ist durchweg positiv. „Uns war wichtig, dass das Mittagessen keinen langen Lieferweg hat und dieser Aspekt wird durch die frisch zubereiteten Speisen voll erfüllt.“ Auch dem Verein Estevia ist dies ein großes Anliegen, daher kauft er den Großteil seiner Produkte und Zutaten regional ein.
„Auch das Personal und die Eltern sind mit dem Mittagsangebot mehr als zufrieden; die Eltern können täglich flexibel darüber entscheiden, ob ihr Kind am Mittagsessen teilnehmen soll oder nicht und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt“, so Anja Herdegen vom Katholischen Kinderhaus. „Und was natürlich das Allerwichtigste ist, unseren Kindern schmeckt´s!“
Über die Belieferung des Kindergartens hinaus hat der neue Verein so Einiges geplant. Neben der Präventionsarbeit beim Kampf gegen den Suchtmittelkonsum, hat die Vorstandschaft viele Ideen zur Inklusionsarbeit. So wird der Verein verschiedene Kurse und Freizeitangebote für Kinder und Erwachsene anbieten, zum Beispiel Yoga und Qi Gong. Im Hinblick auf die Gestaltung des städtischen Ferienprogramms sind Aktionen wie Vater-Kind-Basteln oder Ausflüge mit einem Wildnis- und Erlebnispädagogen geplant. Außerdem soll die Pflege der Kinderspielplätze in Zukunft in den Händen des Vereins liegen.
Auch der neue Standort der STE spielt eine große Rolle. Durch den geplanten Standort am alten Schulsportplatz ergeben sich neue Angebote. So können zum Bespiel auch die Ganztagsschüler durch die Küche von Estevia bekocht und betreut werden.
Der kulturelle und gesellige Aspekt bleibt nicht unbedacht. So organisiert der neue Verein Vernissagen, Ausstellungen und Basare, bei denen Handgemachtes von den Bewohnern der STE bewundert und auch erworben werden kann. In der Vergangenheit gab es schon immer den beliebten Weihnachtsbasar der STE, welcher großen Zuspruch aus der Bevölkerung fand. Das i-Tüpfelchen des ganzen Projektes soll ein Café werden, welches durch die Bewohner des Heimes mitbetrieben werden soll. "Man muss diesen Menschen auch Chance und Gelegenheit geben, in ein normales Leben zurückzufinden", waren sich die Mitglieder einig. Dabei helfe neben der STE eben auch der neue gemeinnützige Verein Estevia.
„Es ist mir eine große Ehre als Vorstand für einen solch tollen Verein zu fungieren, welcher das gesellschaftliche Leben in der Stadt mit seinen geplanten Vorhaben bereichern wird.“







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