02.06.2021 - 20:37 Uhr
SchönseeOberpfalz

Fällraupe "Moritz" ist einzigartig in der Oberpfalz

„Moritz“ ist ein kleiner, ferngesteuerter Geräteträger für den Einsatz im Wald. Die „Fällraupe“ ist aber nicht ganz billig. Für einen Unternehmer in Schönsee-Dietersdorf ist die Maschine aber ihr Geld wert.

Matthias Zäch (rechts) aus Schönsee-Dietersdorf besitzt als einziger Unternehmer in der Oberpfalz eine "ferngesteuerte Fällraupe" aus dem Hause Pfanzelt-Maschinenbau. Baywa-Verkaufsberater Tobias Spachtholz (links) hat ihm "Moritz" empfohlen.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Matthias Zäch (33) ist Forst- und Betriebswirt und Betriebsleiter der im Juli 2020 gegründeten "Holzhauerei Matthias Zäch GmbH" in Dietersdorf, einem Ortsteil der Stadt Schönsee. Zuvor war er zehn Jahre lang bei einer Waldbesitzervereinigung beschäftigt und sammelte Erfahrung in der Forstarbeit.

Jetzt hat der Jungunternehmer, der sieben Mitarbeiter beschäftigt, maschinell aufgerüstet und 140 000 Euro in den Kauf einer Fällraupe investiert. Sie kann Pflanzflächen mittels Fräse vorbereiten, Forstkulturen mit einem Mulcher pflegen, Bucheckern und Eicheln aussäen und Wurzelstöcke in Rückegassen und Gärten fräsen. "Wir wollen uns zum Spezialisten für alle Dienstleistungen in der Forstwirtschaft entwickeln", erklärt Matthias Zäch die Aufrüstung seines Fuhrparks.

Der Verkaufsberater "Technik" der Baywa Neunburg vorm Wald, Tobias Spachtholz, lieferte erstmals eine Fällraupe aus und erklärt ihre Vorzüge: "Das Kettenfahrwerk und die kompakte Bauweise sorgen für eine geringe Bodenbelastung". Das Gerät sei flexibel im Einsatz und könne modular mit Seilwinde, einem Mulcher und einer Fräse bestückt werden.

Das ferngesteuerte Raupenfahrzeug hat 75 PS, wiegt 1,4 Tonnen und kann sich auch in dichten Beständen bewegen. Landschaftspflegebetriebe setzen "Moritz" gerne in Hanglagen ein. Mit seiner kompakten Bauweise lässt sich das Gerät auf einem Pkw-Anhänger oder Lieferwagen transportieren. Dieser Typ Fällraupe sei aktuell der einzige seiner Art, der in der Oberpfalz im Einsatz ist.

Das Fahrwerk besteht aus zwei 25 Zentimeter breiten Gummiraupen mit Ackerstollenprofil. Zur Standsicherheit im Gelände sowie beim Seilen und Rücken kann man das Fahrwerk hydraulisch auseinanderfahren. "Moritz" geht auch problemlos über Stock und Stein. Er hat eine Bodenfreiheit von 30 Zentimetern und einen beidseitigen Böschungswinkel von 45 Grad. Damit können auch tiefe Gräben durchfahren werden.

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