31.08.2018 - 09:46 Uhr
SchönseeOberpfalz

Flott unterwegs für Europa

Der "europäische Gedanke" verbindet sich beim Paneuropa-Halbmarathon mit sportlicher Herausforderung. Den Sieg teilen sich zwei Nationalitäten. Und auf beiden Seiten der Grenze macht man sich Gedanken über ein Schloss.

Start in Stadlern. Mit der Startnummer 106 mit blauen Trikot in der ersten Reihe der spätere Sieger bei den Männern, Jiří Voják von Mílaři Domažlice, in 1:15:23. Den zweiten Platz erreichte Štěpán Boháček vom Runsport Team, Chocen, in 1:20:55 (Startnummer 137, ganz rechts), Dritter wurde mit Startnummer 45 (erste Startreihe links) der schnellste Deutsche, Dirk Hohmann von der SG Indersdorf in 1:21:40. Michael Knott, Lokalmatador vom WSV-Schönsee, kam in der Zeit von 1:29:27 als Zwölfter ins Ziel (Dritter von rechts).
von Hans EibauerProfil

Der Paneuropa-Halbmarathon feierte heuer mit dem zehnten Wettbewerb ein kleines Jubiläum. Bei herrlichem Wetter, schweißtreibenden Temperaturen und mit 125 gewerteten Läufern (36 Damen und 89 Herren) aus beiden Ländern - der bisher höchsten Teilnehmerzahl - ging der Jubiläums-Halbmarathon erfolgreich über die Bühne. Mit den Ergebnissen konnten die neun Frauen und 26 Männer aus Deutschland mehr als zufrieden sein.

Landschaftlich reizvoll

Stadlerns Bürgermeister Gerald Reiter schickte nach der musikalischer Begrüßung durch eine tschechische Kapelle das stattliche Teilnehmerfeld pünktlich um 11 Uhr auf die 21,6 Kilometer lange Strecke durch ein landschaftlich überaus reizvolles Gebiet am Schnittpunkt von Oberpfälzer Wald, Böhmerwald und Oberem Bayerischen Wald. Die Strecke mit einigen bergigen Abschnitten verlangte den Läufern einiges ab.

Das Ziel in Pobžovice (Ronsperg) erreichten die 125 Läufer nach einem strapaziösen Kampf mit den hohen Temperaturen. In der hervorragenden Zeit von 1:15:23 (die Vorjahressiegerzeit von Josef Veber war 1:19:03) siegte der Tscheche Jirí Voják aus Domažlice mit deutlichen Abstand vor 'Stepán Boháek vom Runsport Team Chocen in 1:20:55. Dritter im Gesamtklassement und schnellster Deutscher war Dirk Hohmann von der SG Indersdorf in 1:21:40. Siegerin der Damen wurde in der Zeit von 1:34:45 Brigitte Frenzel vom TSV Detag Wernberg-Köblitz. Sie unterbot die Vorjahressiegerzeit von Marion Wegerer mit 1:51:15 deutlich. Mit 1:29:27 erreichte Lokalmatador Michael Knott vom Wintersportverein Schönsee den 12. Rang. Im letzten Jahr reichte seine fast gleiche Zeit (1:29:31) noch für den fünften Rang in der Gesamtwertung. Die Ergebnisse zeigen, dass der zehnte Paneuropa Halbmarathon deutlich schneller als im Vorjahr war. Die Initiatoren der deutschen und der tschechischen Seite waren aufgrund der hervorragenden Laufzeiten der Athleten und der Teilnehmerzahl mit dem Verlauf des Rennens äußerst zufrieden.

"Wir freuen uns, dass der zehnte Paneuropa-Halbmarathon jetzt eine feste Größe im Rennkalender geworden und aus unserer Partnerschaft mit den Gemeinden des Schönseer Landes nicht mehr wegzudenken ist," kommentierte der Vorsitzende des Veranstalters Mikroregion Dobrohost und zugleich Bürgermeister der Stadt Pobežovice, Hynek Riha, den Lauf.

Einlauf zum Kirchweihfest

Der Bürgermeister der Partnergemeinde Stadlern, Gerald Reiter, war natürlich bei der Siegerehrung in Pobežovice mit dabei und stellte mit Genugtuung fest, dass das vor zwei Jahren von ihm ausgegebene Ziel, beim zehnten Lauf die Marke von 100 Teilnehmern zu erreichen, mehr als erfüllt wurde.

Die Einbindung des Zieleinlaufs in das Stadt- und Kirchweihfest in Pobežovice - unter den Ehrengästen befanden sich auch stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl und die Schönseer Bürgermeisterin Birgit Höcherl - ist eine attraktive Bereicherung für die Partnerstadt und sichert den Läufern große Publikumsresonanz. Am Rand des sportlichen Wettbewerbs drehten die Gesprächen immer wieder darum, ob es der Stadt Pobežovice gelingen wird, ein Konzept zu finden, das Schloss, Familiensitz von Richard Graf Coudenhove-Kalergi, dem Urheber der Paneuropa-Idee, einer öffentlichen, möglichst europäisch verbindenden Nutzung zuzuführen.

Die Verantwortlichen freuen sich vor der Siegerehrung in Poběžovice (Ronsperg) über den guten Verlauf:(von links) der Stadlerner Bürgermeister Gerald Reiter, Veranstalter Hynek Řiha, Bürgermeister der Partnerstadt, und Bob Balcar von der Rennorganisation.
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