17.11.2019 - 15:28 Uhr
SchönseeOberpfalz

Gedenktag als Mahnung zum Frieden

Bei Gottesdiensten und an den Kriegerdenkmälern in Dietersdorf, Gaisthal und Schönsee gedenken Vertreter der Stadt, Vereinsabordnungen und die Bevölkerung der Gefallenen und Vermissten. Friede und Versöhnung ist Appell für die Zukunft.

Die Achtung im Umgang miteinander mahnte Bürgermeisterin Birgit Höcherl zum Volkstrauertag an den Gedenkstätten in Dietersdorf, Gaisthal und Schönsee (Bild) an.
von Ludwig HöcherlProfil

Beim Gottesdienst zum Volkstrauertag zitierte Pfarrer Wolfgang Dietz aus der „modernen Legende“ von Bertolt Brecht, die der Dramatiker kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs schrieb. Diese zeigt bei Siegern und Verlierern eines Krieges auf, dass am Ende nur Tod, Trauer und Verlust stehen. Der Geistliche habe Menschen kennengelernt, die sich zeitlebens nichts von Folgen des Kriegs anmerken ließen aber „in ihrer Seele verkrüppelt“ gewesen seienDer Volkstrauertag dürfe kein Relikt aus der Vergangenheit sein und müsse ernst genommen werden.

Für Bürgermeisterin Birgit Höcherl stellten sich die Teilnehmer an dieser Feier der schweren Vergangenheit. An den Denkmälern in Dietersdorf, Gaisthal und Schönsee, jeweils flankiert von Soldaten der Bundeswehr, betonte sie, dass der Volkstrauertag mit dem Gedenken an die Toten und Vermissten von damals und dem Einsatz für den Frieden von heute besondere Bedeutung habe. Als Mahnung und Zeichen zu Versöhnung und Frieden sei er auch ein Tag für die Zukunft. Alle seien aufgefordert, Friedensträger zu sein. Ohne viele kleine Schritte wird es im Großen nicht funktionieren, deshalb sollten alle auf den Umgang miteinander achten. Höcherl wünschte, das jedem bewusst sein möge, welch große Errungenschaft es ist, in Frieden, Freiheit und in einer Demokratie leben zu können.

Hauptmann Daniel Walter von der vierten Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122 erinnerte am Ehrenmal in Schönsee an die Geschichte des Volkstrauertages. Dessen Sinn, den Gefallenen beider Weltkriege zu gedenken, umfasse inzwischen auch die vielen Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen in den vergangenen Jahrzehnten und der Gegenwart. Für den Sprecher der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Stabsfeldwebel Norbert Veitenhansl, sollten die Namen am Kriegerdenkmal eine Mahnung für den Frieden sein. Am Ehrenmal in Gaisthal sprach Feuerwehrkommandant Josef Fleißer nach dem von Kaplan Florian Frohnhöfer zelebrierten Gottesdienst. Dabei wies der Feuerwehrkommandant Er verlas die Namen der Gefallenen und Vermissten aus der ehemaligen Gemeinde und verdeutlichte damit das Leid, das durch die Weltkriege in zahlreiche Familien kam.

Die Grenzlandblaskapelle Dietersdorf begleitete an den drei Gedenkstätten die Feierlichkeiten, bei denen Bürgermeisterin Birgit Höcherl einen Kranz niederlegte und die mit dem Lied vom „Guten Kameraden“ und dem Deutschlandlied endeten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.