Schönsee
06.03.2026 - 13:57 Uhr

Kooperation für Grünes Band Bayern-Tschechien besiegelt

Das Centrum Bavaria Bohemia und der Bund Naturschutz in Bayern haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das Grüne Band Bayern–Tschechien zu stärken.

Centrum Bavaria Bohemia und Bund Naturschutz Bayern unterzeichnen Kooperationsvereinbarung. Bild: Kamila Juzlová, CeBB
Centrum Bavaria Bohemia und Bund Naturschutz Bayern unterzeichnen Kooperationsvereinbarung.

Das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und der Bund Naturschutz in Bayern (BN) haben Anfang März eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das Grüne Band Bayern-Tschechien zu stärken. Bei einer Veranstaltung im CeBB in Schönsee bekräftigten der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling, Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BN, sowie Professor Hubert Weiger, Bund-Beauftragter für das Grüne Band, die Zusammenarbeit für den Natur- und Kulturraum am Grünen Band Bayern-Tschechien.

Ziel: Unesco-Welterbe

Mit dem unterzeichneten Kooperationsvertrag soll das Grüne Band laut Pressemitteilung der beiden beteiligten Gruppen weiter gestärkt werden: als Lebensraumverbund und Schatzkammer der Artenvielfalt, einzigartiges Symbol der Überwindung des Totalitarismus und Lernort für Demokratie und europäisches Denken. Insbesondere das gemeinsame Ziel, das Grüne Band als Unesco-Welterbestätte zu etablieren, stehe laut Landrat Thomas Ebeling im Fokus. Weiger betonte die historische Bedeutung der Region: „Zur Zeit des Kalten Krieges bildete der scharf bewachte und menschenverachtende ‚Eiserne Vorhang‘ die Grenze zwischen Bayern und Böhmen. Die bayerisch-böhmische Nachbarschaft ist durch wechselhafte Beziehungen gekennzeichnet - von regem kulturellem und wirtschaftlichem Austausch, aber auch Konflikten bis hin zur kompletten Trennung im Kalten Krieg. Der grenzübergreifende Kulturraum Bayern-Tschechien steht exemplarisch für die bewegte europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Er ist grenzübergreifender Begegnungsraum und Lernort für Demokratie und europäisches Denken für kommende Generationen und ein erfolgreiches Beispiel, wie eine Nachbarschaft in Europa funktionieren kann.“

Spuren der Siedlungsgeschichte

BN-Vorsitzender Geilhufe hob die naturschutzfachliche Bedeutung der bayerisch-böhmischen Grenzregion hervor: „Sie beherbergt verschiedene wertvolle Lebensräume von Wildnisflächen bis zu Relikten traditioneller Kulturlandschaften. Dies bietet die beste Voraussetzung für eine außergewöhnlich große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, unter ihnen Raritäten wie Flussperlmuschel, Goldener Scheckenfalter, Waldbirkenmaus und Arnika." Die Aktivitäten an der bayerisch-tschechischen Grenze werden in enger Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern umgesetzt.

In dem bis zu zwölf Kilometer breiten ehemaligen militärischen Sperrgebiet auf östlicher Seite der Grenze verschwanden Dutzende von Dörfern und die Landnutzung wurde den Bedarfen des Militärs und der Grenzpolizei untergeordnet. „Heute finden wir in diesem Bereich Spuren der Siedlungs- und Flurstrukturen der Landwirtschaft vor der Mechanisierung, die anderswo längst verschwunden sind“, wird Tomáš Peckert von der Tschechischen Agentur für Natur- und Landschaftsschutz AOPK in der Pressemitteilung zitiert.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

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