14.02.2020 - 19:05 Uhr
SchönseeOberpfalz

Mehr Geld für private Sanierungen

Eine neue Richtlinie lässt höhere Zuschüsse für Innenstadt-Gebäude zu. Nach nur einem Jahr Bauzeit zieht der Schönseer Kindergarten in den Pfingstferien um.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Bürgermeisterin Birgit Höcherl informierte über das Regionalbudget vom Amt für Ländliche Entwicklung. Für diese Förderung können die 12 ILE-Gemeinden im Brückenland Bayern-Böhmen pro Jahr insgesamt 100 000 Euro anmelden. Die Kleinprojekte (5000 bis 25 000 Euro) werden mit bis zu 80 Prozent bezuschusst. "Welche Projekte gemeldet werden, wird noch entschieden", so Höcherl. Am 24. März wird es eine zusätzliche Stadtratssitzung geben und als erste Kommune im Landkreis erhielt die Verwaltungsgemeinschaft Schönsee für das "digitale Rathaus" einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 10 377 Euro. Der Kurbeitrag erhöhte sich 2019 auf 2450 Euro (2018: 1800 Euro), was den Klöppeltagen geschuldet war.

Eine weitere Information bezog sich auf mögliche höhere Fördersummen im kommunalen Förderprogramm. Bisher war für eine Sanierungsmaßnahme für Gebäude im Innenbereich der Höchstsatz von 30 000 Euro festgeschrieben (30 Prozent von 100 000 Euro nachgewiesener förderfähiger Kosten). Laut einer Sitzungs-Mitteilung der Städtebauförderung könnte dieser Zuschuss-Höchstsatz nun auf bis zu 80 000 Euro erhöht und auch gestaffelt werden. "Der Stadtrat soll sich Gedanken machen, ob wir in die höhere Förderung einsteigen wollen, da dies in den Haushalt 2020 einfließen würde", erklärte die Bürgermeisterin. "Ich bin dafür. Denn wenn eine junge Familie ein älteres Haus kauft und saniert sind 300 000 Euro schnell zusammen", sagte Josef Irlbacher. "Wir sollten die neue Richtlinie voll ausschöpfen aber dabei die Zuschusshöhe gliedern und die Fassade höher fördern", erklärte Josef Eibauer.

Laut der Bürgermeisterin ist geplant, dass der Kindergarten in den Pfingstferien Ende Mai/Anfang Juni in den Neubau umzieht: "Ein Jahr Bauzeit ist sehr sportlich, nachdem der Altbau erst im Mai 2019 abgerissen wurde." Josef Eibauer fragte nach dem Sachstand "Gemeinschaftshaus Schwand". Architekt Christian Schönberger erklärte, dass die Ausschreibung in circa zwei Wochen starten soll. Aktuell laufe am Landratsamt noch eine Abklärung. Der Plan sei, dass das Projekt im September/Oktober abgeschlossen ist. Mit dem WSV Schönsee werde er noch in Kontakt treten.

Andreas Hopfner fragte zwecks dem Verfahren "Dorferneuerung Schwand" nach. Hier verwies die Bürgermeisterin auf die sich anschließende nichtöffentliche Sitzung, nachdem noch eine Frage offen sei. Stadtrat Peter Pfaffl bezeichnete das Multifunktionshaus (ehemaliges Zäch-Anwesen) in der Weidinger Straße 4 als "schönste Lage von Schönsee". Er appellierte daran, dass ins Protokoll aufgenommen wird, dass es nicht nur ein Bürogebäude werden soll, sondern sich das Haus für die Vereine öffnet. "Das war von Anfang an das Konzept", stellte Birgit Höcherl fest. Im übrigen müsste auch der Stadtrat nicht zwangsläufig hier tagen, da es dafür mehrere Ausweichmöglichkeiten (Feuerwehrhaus, CeBB) gebe.

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