15.05.2019 - 17:35 Uhr
SchönseeOberpfalz

Neue Brücke vorerst für Radler

Die Bauarbeiter ziehen spätestens Ende Mai ab, dann dürfen die Radler als Erstes über die neue Forellenbachbrücke fahren. Diese ist Teil des Ausbaus der Staatsstraße zwischen Gaisthal und Schönsee. Richtig los geht es 2020.

Die Forellenbachbrücke ist so gut wie fertig. Bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Schönsee, (Mitte) und Manfred Dirscherl, Weiding, (rechts daneben), informierte Henner Wasmuth, Leiter des Straßenbauamtes, (rechts) über den weiteren Zeitplan zum Ausbau der Staatsstraße.
von Irma Held Kontakt Profil

Es wird dauern bis der Verkehr zwischen Gaisthal und Schönsee über die Forellenbachbrücke fließt. Die Staatsstraße wird bis 2022 ausgebaut und im Bereich zwischen Rosen- und Muggenthal auf dem alten Bahndamm und jetzigen Radweg verlegt. Wegen dieses "Umzugs" wurden bereits von Anfang April bis Anfang Mai 23 Erkundungsbohrungen vorgenommen, ließ Henner Wasmuth, Leiter des Straßenbauamtes, gestern Nachmittag bei einem Ortstermin auf der neuen Brücke wissen. Diese sind notwendig, weil unter anderem der Baugrund felsig ist und auch die neue Straße einen Felsdurchstich braucht.

Die Brücke über den Forellenbach, von der Firma Wutz aus Cham gebaut, hat eine Spannweite von sieben Metern. Sie kostet 560 000 Euro. Insgesamt wird die Staatsstraße im 2,7 Kilometer langen Ausbauabschnitt auf 6,50 Meter, in den Kurven 7,50 Meter, verbreitert. "Sie bleibt kurvig," erklärt Wasmuth. Das bleibt auch die Ascha, die im August auf einer Länge von 200 Metern verlegt wird. Der Bach kann sich winden und mäandern. Begleitet wird die "sensible Maßnahme" sowie der gesamte Ausbau vom Landschaftsarchitekturbüro Schober aus Freising. Der Planfeststellungsbeschluss enthält entsprechende Natur-und Umweltschutzmaßnahmen. Beim Bauamt ist Daniel Thurner für den ökologischen Ausbau zuständig. Er wird zusammen mit einem Baggerfahrer der Ascha ein neues Bett bauen.

"Wir bedanken uns, dass nicht geklagt wurde", sagt Wasmuth in Richtung Bund Naturschutz, der Bedenken gegen den Ausbau angemeldet hatte. Ende des Jahres sind all diese vorbereitenden Arbeiten erledigt. Dann geht's richtig los. Über die Dauer des Projektes, so Schönsees Bürgermeisterin Brigit Höcherl, habe es keine falschen Erwartungen gegeben. Sie hoffe, dass die Arbeiten 2020 zügig beginnen. Wasmuth zufolge hätte heuer nicht Volldampf gearbeitet werden können. Zur Umgehung Nittenau wäre eine zweite große Maßnahme nicht finanzierbar gewesen. Wenn alles fertig ist, fahren die Radler bei Muggenthal auf der alten Staatsstraße 2159.

Im Bereich der Brücke wurde die Ascha bereits verlegt.

Wir mussten einerseits beim Bach sensibel vorgehen, konnten uns aber auch neben der Umgehung von Nittenau eine weitere Großmaßnahme heuer nicht leisten.

Henner Wasmuth, Leiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach

Das Projekt:

2022 fertig

Die Bauarbeiten für die Forellenbachbrücke begannen Anfang November 2018. Nach der Winterpause wurden sie am 14. März 2019 wieder aufgenommen. Da die Geländer für die Brücke erst Ende Juni geliefert werden, wird sie nach dem Anbringen einer provisorischen Absturzsicherung für Radfahrer freigegeben. Im August wird die Ascha auf einer Länge von 200 Metern verlegt. Im Winter erfolgen für den weiteren Trassenverlauf Rodungsarbeiten. Die eigentlichen Straßenbauarbeiten beginnen Anfang 2020. Dann wird die Staatsstraße 2159 zwischen Gaisthal und Schönsee über einen längeren Zeitraum teils, aber auch zeitweise komplett gesperrt. Die Gesamtfertigstellung dieser auf rund sieben Millionen Euro veranschlagten Maßnahme ist für Ende 2022 geplant.

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