Albert Tischler kam am 15. November 1928 in Pondorf zur Welt. Nach seiner Lehre und Tätigkeit bei der damaligen Oberviechtacher Eisenhandlung Rossmann verschlug es ihn beruflich nach Nürnberg, wo er sich sesshaft machte. Doch seine Heimat vergaß Albert Tischler nicht, er blieb der Oberpfalz verbunden.
Am neuen Wohnort in Mittelfranken schloss sich Tischler dem "Heimatverein Schönsee und Umgebung in Nürnberg" an. Diese Gruppierung sollte seine Passion und ein wesentlicher Lebensinhalt werden – über mehrere Jahrzehnte drückte er ihr als Vorsitzender seinen Stempel auf. Seine Verdienste würdigte der Verein mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.
"Die Stadt Schönsee und auch die ortsansässigen Vereine haben Albert Tischler viel zu verdanken", heißt es in einem Nachruf der Stadtverwaltung. Immer wieder holte er Musik- und Gesangsgruppen aus seiner alten Heimat zu Auftritten nach Nürnberg. Ein solches Gastspiel aus dem Jahr 1973 ist zu einer festen Tradition geworden, die seit über 40 Jahren im Kalender steht: die jährliche Darbietung der "Waldlermesse" in der Nürnberger Frauenkirche durch Sänger des Gesang- und Orchestervereins Schönsee.
Tischlers gute Kontakte zu den Behörden haben Oberpfälzer Spuren in Nürnberg hinterlassen: Dort sind eine Schönseer Straße, eine Winklarner Straße und eine Eslarner Straße zu finden. Das Rühren der Werbetrommel für die alte Heimat mündete darin, dass Albert Tischler zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1998 mit dem Prädikat "heimlicher Schönseer Außenminister" bedacht wurde.
"Die Stadt Schönsee ist Herrn Tischler sehr dankbar für seine permanenten Bemühungen und Verdienste rund um seine Heimat", würdigte die Stadtverwaltung in ihrem Nachruf.















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