14.03.2020 - 14:07 Uhr
SchönseeOberpfalz

Spielraum für Investitionen

Das 50. Seefest ist vielen noch in guter Erinnerung. Doch das Jubiläum schmerzt mit hohen Ausgaben. Erfreulicher ist da die Jahresrechnung 2019. Keine Schulden und Rücklagen von rund 1,4 Millionen Euro haben Seltenheitswert im Landkreis.

Beim Jubiläums-Seefest 2019 wurden mehr Musikgruppen als in den Vorjahren verpflichtet, was zu höheren Gagen führte. Die "Sarara-Trommler" sind seit vielen Jahren dabei.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Bürgermeisterin Birgit Höcherl informierte bei der Stadtratssitzung am Dienstag über die mittlerweile abgeschlossene Seefest-Abrechnung. An Einnahmen konnten 37 966 Euro (Haushaltsansatz 30 000 Euro) erzielt werden; an Ausgaben fielen 61 640 Euro (60 000 Euro) an. Das bedeutet für die Stadt Schönsee ein Defizit in Höhe von 23 674 Euro. "Das ist eine stattliche Summe. Aber das Minus war klar, nachdem es beim Jubiläums-Seefest mehr Programmpunkte gab", erklärte Höcherl. Wie sie ausführte, sehe der Stadtrat dies als Vereinsförderung und außerdem sei das Seefest weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Trotz schlechter Wetterprognose sei der Zuspruch sehr gut gewesen und auch die Vereine seien zufrieden mit den Einnahmen gewesen.

Eintrittspreis anpassen

Reinhard Kreuzer regte eine zusätzliche Einnahme durch die üblichen Firmenpräsentationen an den Bauzäunen an. "Es sind überwiegend einheimische Firmen", betonte die Bürgermeisterin. Sie erinnerte daran, dass bereits über eine Erhöhung des Eintrittspreises diskutiert worden war, was aber für das Jubiläum nicht als gut befunden wurde. "Der neue Stadtrat wird sich Gedanken machen müssen", stellte Birgit Höcherl fest.

Die Vorlage der Jahresrechnung 2019 war ebenfalls ein Punkt auf der jüngsten Stadtratssitzung. Kämmerin Lisa Biegerl legte die Abschlusszahlen vor. Zum 31. Dezember 2019 präsentiert sich die Finanzlage der Stadt Schönsee überaus positiv: keine Schulden und eine Rücklage von rund 1,4 Millionen Euro. Der Rechnungsprüfungsausschuss unter dem Vorsitz von Hans Schieber trifft sich am 31. März.

Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt belaufen sich auf jeweils 4 813 523 Euro sowie für den Vermögenshaushalt auf jeweils 3 555 382 Euro. Eine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt ist mit 963 874 Euro möglich. Der Soll-Fehlbetrag (wurde durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage gedeckt) beträgt 775 471 Euro. "Der Schuldenstand zum 31.12.2019 beläuft sich auf null Euro", informierte die Kämmerin. Den Rücklagenbestand zum 31.12.2019 bezifferte sie mit 1 390 171 Euro.

Lisa Biegerl informierte das Gremium über einige überplanmäßige Ausgaben mit mehr als 3500 Euro über dem Haushaltsansatz. Überschreitungen gab es beim Fahrzeugunterhalt der Feuerwehr Schönsee (Turbolader defekt); bei den Bauhof-Personalkosten (Grünanlagenpflege, Winterdienst); bei Vermessungskosten für die Dorferneuerung Dietersdorf. Höher fielen auch die Bewirtschaftungskosten (Strom, Heizöl) der ehemaligen Hauptschule aus, nachdem Räume als Ausweichquartier für den Kindergarten dienen. Die Kosten werden nach dem Auszug mit dem Kindergartenträger abgerechnet.

Positiv ist eine höhere Gewerbesteuerumlage (plus 17 236 Euro) zu sehen, nachdem im Haushaltsjahr 2019 mehr Gewerbesteuern als geplant eingenommen werden konnten. Eine außerplanmäßige Ausgabe fiel als Investitionsumlage an den Schulverband Oberviechtach mit 3556 Euro an. Die Überschreitungen wurden einstimmig genehmigt.

Infotreffen zur Turnhalle

Nur eine Formsache war die Betätigung der beiden gewählten Kommandanten der Feuerwehr Gaisthal mit Johannes Gillitzer und Stellvertreter Andreas Sorgenfrei. Die öffentlichen Sitzungsniederschriften vom 21. Januar und 11. Februar wurden ohne Gegenstimme genehmigt. Beim Punkt Informationen und Fragen gab die Bürgermeisterin bekannt, dass sich der Arbeitskreis "Einfache Dorferneuerung Schwand" am 20. März trifft. Für den 23. März ist eine Informationsveranstaltung zum Bürgeraktivzentrum und der ehemaligen Hauptschule anberaumt. Beginn ist um 19 Uhr in der Schule.

Stadtrat Hans Pfistermeister monierte, dass die neuen Wandertafeln aus Holz durch eine Fremdfirma nicht fachgerecht aufgestellt wurden: "Die weht der Wind um." Wie Birgit Höcherl informierte, habe sie dies schon bei einer Sitzung des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald angesprochen. Es wurde festgelegt, dass bei weiteren Aufstellungen die örtlichen Wanderwarte mit von der Partie sind. Eine Nachfrage von Reinhard Kreuzer bezüglich der Säuberung einer Wasserrinne wurde in die nichtöffentliche Sitzung verwiesen, konnte aber durch eine Wortmeldung eines Zuhörers gleich geklärt werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.