12.02.2020 - 15:05 Uhr
SchönseeOberpfalz

Unterschriften für Seniorenwohnheim gesammelt

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion "Pro Seniorenwohnheim" übergaben die Liste vor der Stadtratssitzung an Bürgermeisterin Birgit Höcherl. 260 Bürger haben unterschrieben.

Bürgermeisterin Birgit Höcherl (Dritte von links) nimmt die Unterschriftenliste von Betty Wirnshofer entgegen. Lisbeth Balk (Mitte) und Seniorenbeauftragter Hermann Wallisch (rechts) unterstützten die Aktion, ebenso wie die beiden Nachbar-Bürgermeister (von links) Manfred Dirscherl (Weiding) und Gerald Reiter (Stadlern).
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Die Stadtratssitzung am Dienstag startete mit der Übergabe einer Liste mit 260 Unterschriften an Bürgermeisterin Birgit Höcherl durch Initiatorin Barbara Wirnshofer, ehrenamtlich im Seniorenkreis und der Nachbarschaftshilfe tätig. "Wir bitten den amtierenden Stadtrat, sich intensiv für die Umsetzung der Seniorenpflegeeinrichtung einzusetzen und dies auch an den künftigen Stadtrat weiterzugeben", sagte Wirnshofer. Zusammen mit Lisbeth Balk und Seniorenbeauftragten Hermann Wallisch sammelte sie die Unterschriften innerhalb weniger Tage.

"Der Stadtrat darf keine Chance vergeben, um für die älteren Bürger des Schönseer Landes dieses Wohnheim zu realisieren, damit sie ihren Lebensabend in würdiger Umgebung in unserer Heimat verbringen dürfen", äußerte sich Wallisch schon vorab. "Auch die Bürgermeister Gerald Reiter und Manfred Dirscherl sind heute da, um die Bedeutung dieser Einrichtung zu unterstreichen", freute sich Birgit Höcherl bei der Entgegennahme.

Beim Punkt Anfragen zum Ende der Sitzung meldete sich Stadtrat Thomas Schiller zu Wort. Die Übergabe der Unterschriftenliste habe ihn irritiert, denn ihm erschließe sich der Grund dafür nicht: "Für was braucht man eine Unterschriftenaktion, wenn kein Stadtrat etwas gegen ein Seniorenheim hat?" Außerdem habe der Stadtrat den Bauplan ja in der letzten Sitzung beschlossen. "Es war nur der vorhabenbezogene Bebauungsplan", entgegnete die Bürgermeisterin. Und Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner erläuterte noch einmal die Vorgehensweise mit öffentlicher Auslegung, Behandlung der Stellungnahmen im Stadtrat und schließlich dem Satzungsbeschluss. Wie Höcherl in der Diskussion informierte, komme für den Investor ein Altbestand mit Sanierung nicht infrage. Und Stadtrat Michael Ebnet wies darauf hin, dass der Bauträger aus Niederbayern etliche Hürden am Landratsamt nehmen müsse, ein Rückhalt aus der Bevölkerung deshalb gut sei. "Die Unterschriftenaktion zeigt, dass die Stadträte, die dafür gestimmt haben, auf dem richtigen Weg sind", ergänzte Ebnet. "Ich bin nicht gegen das Seniorenheim, ich mache mir nur Gedanken und sage nicht zu allem gleich Ja", wollte Schiller noch festgestellt haben.

Anmerkung der Redaktion: In der Januarsitzung beschloss der Stadtrat mit 10:4 Stimmen die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Sondergebiet Seniorenbetreuung an der alten Säge" im beschleunigten Verfahren. Fünf FWG-Stadträte scheiterten vorher mit einem Antrag zur Geschäftsordnung zwecks Vertagung.

Weiterer Artikel zum Thema

Schönsee

Weiterer Artikel zum Thema

Schönsee
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.