Schönsee
05.04.2024 - 10:28 Uhr
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Wälder, Wiesen und Grenzsteine: Wanderung auf dem Nurtschweg im Schönseer Land

Die Osterferien enden mit Sonne pur. Bestes Wetter also für eine naturnahe Wanderung durch die Oberpfälzer Fluren. Ein Geheimtipp: Der gut ausgeschilderte Nurtschweg entlang der bayerisch-böhmischen Grenze zwischen Eslarn und Stadlern.

Viel unberührte Natur, Wiesen und Wälder: Der Nurtschweg zwischen Waldsassen und Waldmünchen verläuft entlang der bayerisch-böhmischen Grenze. „Ein Geheimtipp“, sagt Alexandra Beier vom Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald in Nabburg. „Der naturnahe Weg führt entlang der Grenze und ist ebenso wie der Goldsteig ein zertifizierter Qualitätswanderweg.“

Knapp 20 Kilometer führen durch den Landkreis Schwandorf und eignen sich für eine gemütliche Tagesetappe. Start ist am Wildpark Eslarn (Neustadt/WN), nur wenige Gehminuten von der Landkreisgrenze entfernt. Wer mag, kann vorher Wildschweine und Hirsche füttern oder den Stückberg mit toller Fernsicht erklimmen.

Bügellohe und Böhmerwaldturm

Der Weg läuft talwärts nach Lindau mit Einkehrmöglichkeit beim „Lindauer Wirt“ oder im Gasthaus „Weiherblasch“. Bergaufwärts geht es weiter zur Landesgrenze nach Friedrichshäng (Gasthaus Gerstmeier) und zum verlassenen Dorf Bügellohe (Gemeinde Schönsee). Es folgen der Böhmerwaldturm mit berauschender Fernsicht auf dem Weingartenfels (898 Meter ü. NHN), dem höchsten Punkt des Landkreises Schwandorf, die sanierte Burgruine Reichenstein, das Naturdenkmal Hochfels und der Kreuzweg (Gemeinde Stadlern).

Auf dem Höhenweg nach Charlottenthal öffnet sich die Landschaft bei einer roten Bank vor einem Feldkreuz. In Charlottenthal fällt die schmucke Kapelle am Wegrand auf. Eine Einkehr ist im Gasthof Kraus möglich und nach kurzer Strecke hinunter zur Bayerischen Schwarzach ist auch schon der Landkreis Cham erreicht.

„Der Nurtschweg spielt eine wichtige Rolle im Oberpfälzer Wald“, betont Alexandra Beier. Es gibt allerdings ein Manko: „Übernachtungen muss man vorher gut planen.“ Das gilt auch für die Öffnungszeiten der Gasthäuser. Doch für Leute, die Stille, Einsamkeit und Ruhe lieben, sei der Weg genau das richtige. „Für viele Gäste ist es auch interessant, wenn sie die Grenzsteine entdecken, ins Nachbarland blicken oder mit einem Fuß in Bayern und dem anderen in Tschechien stehen können“, bekräftigt die Leiterin des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald in Nabburg.

Wandern am Radlersonntag

Der Nurtschweg ist über Zuwege an den Goldsteig und den Bayerisch-Böhmischen-Freundschaftsweg angebunden. Gut ausgeschildert ist die Verbindung von Oberviechtach über Schönsee nach Stadlern (22 Kilometer). Wer am Radlersonntag (28. April) lieber wandert, der kann den kostenfreien Radlerbus mit Haltestellen in Nabburg, Pertolzhofen, Oberviechtach, Schönsee, Stadlern und Eslarn nutzen. Ebenso die Aktions-Stationen mit Verpflegung (Info: www.brueckenland.de).

Oberpfalz03.08.2023
Info:

Der Nurtschweg

  • Strecke: Waldsassen bis Waldmünchen, Länge 133 km
  • 1. Etappe: Kappl - Neualbenreuth, 19 km, 5,5 Stunden
  • 2. Etappe: Neualbenreuth - Mähring, 18 km, 6 Stunden
  • 3. Etappe: Mähring - Bärnau, 17 km, 5 Stunden
  • 4. Etappe: Bärnau - Georgenberg, 18 km, 5,5 Stunden
  • 5. Etappe: Georgenberg - Eslarn, 22 km, 6,5 Stunden
  • 6. Etappe:Eslarn - Stadlern, 20 km, 5 Stunden
  • 7. Etappe: Stadlern - Waldmünchen, 22 km, 6,5 Stunden
  • Namensherkunft: Benannt nach Naturliebhaber Johann Baptist Nurtsch, geboren 1872 in Floß
  • Informationen: Tourist-Info Oberviechtach, tourismus[at]oberviechtach[dot]de, 0 96 71/307-16 oder Tourist-Information Schönseer Land im CeBB Schönsee, touristinfo[at]schoenseer-land[dot]de, Telefon 0 96 74/317, Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald in Nabburg, 09433/203 810, info[at]oberpfaelzerwald[dot]de.
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