Was nicht bedeutet, dass in seinem Unterricht ein Gag den anderen jagt. Er selbst sei ein schlechter Witzeerzähler. ",Meistens erzählen mir die Schüler welche." Meier ist "Lehrer für Glücksbringer". Der 36-Jährige unterrichtet die Schornsteinfeger an der Berufsschule Neumarkt. Wenn der Schulgong zum Unterrichtsende ertönt, wird Meier zum "Tausendsassa", wie er sich selbst bezeichnet. Humor ist für ihn Lebenseinstellung: "Den braucht man." Neben den Witzemeisterschaften, die er inzwischen im ganzen Freistaat etabliert hat, treibt der Utzenhofener noch ein weiteres Projekt voran: Die "Theaterbox", die Freunde des Amateurtheaters in Bayern vernetzen soll.
In diesem Jahr feiern seine Witzemeisterschaften das zehnjährige Bestehen. Angefangen hat alles 2009 zur Kirchweih in Utzenhofen. "Wir hatten ein 300-Mann-Zelt. Gekommen sind tausend." Inzwischen hat er den kompletten Freistaat erobert: Die Witzemeisterschaften werden im Herbst 2019 in Oberbayern, Niederbayern, der Oberpfalz, Franken und in Schwaben ausgetragen. Kandidaten sind willkommen: "Ich suche Leute, die sich ausprobieren wollen."
Der Wettstreit für die Oberpfalz steigt in der Nordgauhalle in Nabburg (19. Oktober). In der Jury sitzen Autor Toni Lauerer, "Dahoam is dahoam"-Schauspielerin Carina Dengler, Kabarettist "Bobbe" und G'stanzlsänger "Lucky", bayerischer Witzemeister 2018. Carina Dengler kennt Meier noch als Schülerin aus dem Religionsunterricht. Alle Juroren treten auch selbst auf die Bühne.
Aktuell läuft noch bis 10. März das Online-Voting für den bayerischen Meistertitel 2019. Aus den Videos der Vorjahressieger der Regierungsbezirke wird der Beste gewählt. Bei der ersten Abstimmung im vergangenen Jahr stimmten auf Anhieb mehrere tausend Nutzer ab. In diesem Jahr tritt für die Oberpfalz Gerhard Schlosser aus Hohenburg (Landkreis Amberg-Sulzbach) mit einem Trump-Witz in den Ring. Amtierender bayerischer Meister ist Marcus Lukas aus Kohlberg (Landkreis Neustadt/WN). "Profi" Lukas gibt gern Tipps, wie ein Witz auch gut rüberkommt: Ganz wichtiger Punkt sei, dass etwas aus dem Leben erzählt wird, "damit sich die Leute identifizieren können". Und noch ein Rat: "Sich selbst nicht verstellen. So reden, wie man ist. Den Dialekt auch nicht verbergen."
Eine witzige Idee hat in diesem Jahr der Pascherverein in Schönsee (Landkreis Schwandorf): Er veranstaltet die "1. Witzewanderung". "Das ist mal ein Versuch", sagt Vorsitzende Birgit Höcherl, Bürgermeisterin von Schönsee. Am Faschinsdienstag um 17 Uhr geht es vom Rathaus weg um den Hahnenweiher und Richtung Festplatz. Unterwegs werden an Stationen Witze erzählt und Getränke gereicht. Ziel ist der Most-Raum des Gartenbauvereins. Mit dabei ist unter anderem Andreas Ebnet ("Koundl-Anderl"), Buchautor und Heimatdichter. Jeder kann mitwandern. "Und Leute, die sich motiviert fühlen, sind eingeladen, auch einen Witz zum Besten zu geben", animiert die Bürgermeisterin.













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