17.05.2019 - 13:28 Uhr
SchwandorfOberpfalz

65 sagen Ja zu Andreas Feller

Mit 65 von 70 möglichen Stimmen schickt die CSU Andreas Feller zum zweiten Mal ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Die Christsozialen sind vorgeprescht. Das hat Gründe.

Die CSU will geschlossen anpacken, das demonstrieren bei der Kandidatenkür von OB Andreas Feller (Dritter von links) alle Ortsvorsitzenden, Fraktionsführung sowie Frauen- und Junge Union. Mit im Bild Landrat Thomas Ebeling (rechts) und Susanne Feller (vorne links).
von Irma Held Kontakt Profil

"Die CSU möchte rechtzeitig die Weichen stellen und den Führungsanspruch für sich besetzen", sagt Ortsvorsitzende Martine Englhardt-Kopf zu Beginn der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend. Die Gaststätte im Tierzuchtzentrum ist gut gefüllt, darunter 70 Stimmberechtigte. "Wir sind die treibende Kraft in der Großen Kreisstadt Schwandorf. Unsere Stärke ist, dass wir uns als Team, als Mannschaft verstehen." Landrat Thomas Ebeling attestiert allen CSU-Mandatsträgern eine inhaltlich hervorragende Arbeit. In Schwandorf stehe dafür Oberbürgermeister Andreas Feller.

Reigen der Geschlossenheit

Gut choreografiert wird der amtierende Oberbürgermeister als Kandidat für eine zweite Amtsperiode vorgeschlagen. Frauen Union, Junge Union, alle Ortsverbandsvorsitzenden in der Kreisstadt und Fraktionschef Andreas Wopperer richten den Blick auf jeweils einen Teil von Fellers Leistungsbilanz. Diese erstreckt sich von Barrierefreiheit über städtische Musikschule, Belebung des Stadtparks, schnelles Internet, Ausweisung von Baugebieten, Feuerwehrausstattung sowie Schulen und Kindergärten bis hin zur Friedrich-Ebert-Straße. Andreas Feller habe in den vergangenen fünf Jahren gezeigt, "dass er OB kann", fasst Thomas Fenzl, Ortsvorsitzender von Dachelhofen-Büchelkühn zusammen. Der viel Gelobte beginnt eine für ihn untypisch lange Vorstellungsrede mit einem "Dank für die warmen Worte". Was man leiste, nehme man gar nicht so wahr, "weil es Spaß macht". "Ich bin mit einem Heidenrespekt angetreten und den braucht es auch heute noch." Oberbürgermeister Feller spricht von einer zielführenden Stadtpolitik und Themen, die von außen in die Kommunalpolitik eindringen. Beispielhaft nennt er die Elektrifizierung der Bahn, Ostbayernring und Süd-Ost-Link oder die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge.

Weil mehrmals vom Anpacken gesprochen wurde, verhehlt er nicht, welche Projekte für die nächsten Jahre auf der Agenda stehen, unter anderem der Jugendtreff, das Hotel-Kinoprojekt am Brunnfeld oder die Bebauung unterhalb der Polizei. "Ich schaue mit Ihnen und mit Euch für Schwandorf voran." Neben dem Dank an die Fraktion überrascht er zwei Frauen mit Blumen. Es sind Dritter Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf - "was diese Frau leistet, ist phänomenal" - und seine Ehefrau Susanne.

Vier Nein-Sager

Wahlleiter Andreas Wopperer fragt der Form halber, ob es weitere Wahlvorschläge gebe. Gibt es natürlich nicht. Mit 65 Ja-Stimmen, das sind deutlich über 90 Prozent, bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung heben die Delegierten OB Andreas Feller auf den Schild. Andreas Wopperer verspricht, ihm bis zu den Sommerferien eine starke Mannschaft zur Seite zu stellen. Bei der Aufstellung der Stadtratsliste werde das Wahlprogramm verabschiedet.

Der Kandidat setzt am 15. März 2020 auf mehr CSU-Sitze im Stadtrat, "dann wäre manches einfacher". Das Wort "anpacken" nimmt Martina Englhardt-Kopf nochmal auf für den passenden Startschuss in den Wahlkampf. Sie überreicht Andreas Feller ein paar Arbeitshandschuhe. Trotz aller Fokussierung auf die Kommunalwahl will die CSU die näherliegende Wahl am 26. Mai nicht vergessen. Der Spitzenkandidat für die Oberpfalz, Christian Doleschal, spricht von der "wichtigsten Europawahl aller Zeiten". Für Listenkandidat Christoph Götz ist Europa "unser Stabilitätsanker".

Ein Bussi gibt es nach der Nominierung von Ehefrau Susanne für Oberbürgermeister Andreas Feller.
Im Blickpunkt:

Landesjugendamt

Wie Oberbürgermeister Andreas Feller bei seiner Bewerbungsrede deutlich machte, sei beim Landesjugendamt der planerische Durchbruch gelungen. Er habe erste Entwürfe gesehen. Feller hofft, dass bald eine Bebauung vorgestellt werden könne, die der gewünschten Postkartenansicht am westlichen Stadteingang gerecht werde. Zur Erinnerung: Zwischen der Stadt und dem Freistaat als Bauherrn gab es Dissonanzen über die Architektur des Neubaus. Die Rede war von einer „Schuhschachtel“ auf Gelände der ehemaligen Beerhäuser und dem Spitalparkplatz. Außerdem hätte zur bestehenden Bebauung eine Lücke geklafft.

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