"Wir haben keinen Corona-Fall", betont Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, ausdrücklich. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien erklärt er am Freitag, dass bei zwei Mitarbeitern Kontakt-Ketten zu einem Coronavirus-Infizierten bestanden hätten. Unmittelbare Beziehungen zu dem Erkrankten hätte es jedoch nicht gegeben.
Aus Fürsorge, aber auch um Unruhe zu vermeiden, sei im Laufe des Donnerstags entschieden worden, dass 14 unverzüglich und einschließlich Freitag von zu Hause aus arbeiten. Eine der betroffenen Kontaktpersonen wurde bereits negativ getestet. Das Ergebnis trifft am Freitag kurz vor Mittag ein und sorgt für Aufatmen. Auch beim zweiten Agentur-Mitarbeiter mit mittelbaren Beziehungen zu einem Infizierten ist Markus Nitsch vorsichtig optimistisch. "Sie hat keinerlei Symptome."
Dem Geschäftsführer ist in diesen Tagen besonders wichtig: "Der Betrieb geht normal weiter." Und soll in dieser für den Arbeitsmarkt schweren Krise weitergehen, deshalb auch die sofortige Entscheidung zum Home-Office. Ist das zweite Testergebnis ebenfalls negativ, kehren alle 14 am Montag ins Büro zurück, ansonsten gilt die zweiwöchige häusliche Quarantäne.
Markus Nitsch will alles daran setzen, dass weiter Leistungen gezahlt werden und der Arbeitgeberservice durch Corona nicht beeinträchtigt wird, sondern voll zur Verfügung steht. "Das ist uns wichtig." Er denkt zum Beispiel ganz konkret an das Kurzarbeitergeld für durch die Einschränkungen gebeutelte Firmen. "Diese Serviceleistungen sind system-relevant", führt der Geschäftsführer aus. Tschechien hat zwar seine Grenzen geschlossen. Nitsch zufolge dürfen Arbeitskräfte die Grenzen weiterhin passieren. Ein Grenzübertritt ist aber nur an wenigen noch offenen Übergängen möglich, zum Beispiel in Waidhaus.












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