Das Schwandorfer Zelt- und Kultur-Festival startete am Mittwoch erfolgreich in die fünfte Saison. Zum Auftakt gastierte die britische Rockband „The Sweet“ bei ihrer „Rocking for the Eternity Tour 2026“ in der Oberpfalzhalle. Die Gruppe begeisterte die Besucher mit ihren Chart-Erfolgen der 70er- und 80er-Jahre. Am Ende drängten die Fans an die Bühne und suchten vor allem den Kontakt zum mittlerweile 77-jährigen Gitarristen Andy Scott, der als Einziger aus der Gründerzeit noch übriggeblieben ist.
„Das war halt damals unsere Zeit“, erinnert sich Gerlinde Fenzl, als „The Sweet“ einen Chart-Erfolg nach dem anderen herausbrachte und die Rockfans in den Bann zog. Und: „Die Jungen kennen die Musik heute nicht mehr.“ Timo Studtrucker, aktuell Fußballtrainer beim FC Rieden, gehörte zu den Jüngeren an diesem Abend und hatte die Karte geschenkt bekommen. Sonst wäre er wohl nicht hingegangen. Er bereute den Besuch aber nicht, war von den Hits begeistert und bedauerte am Ende, „dass es nach gut einer Stunde auch schon wieder vorbei war“.
Die Konzertlänge war wohl der Kondition des Altrockers und Bandleaders Andy Scott geschuldet, der am Ende sichtlich ausgepowert war und nach einem Handtuch verlangte. Seit 2020 ist der Gitarrist das letzte noch lebende Gründungsmitglied der legendären Band, die 1975 ihren achten Titel an der Spitze der deutschen Charts landete. Das war bis dahin nur den Beatles gelungen.
Die Gründer Brian Connolly, Mick Tucker und Steve Priest haben heute würdige Nachfolger gefunden. An der Seite von Andy Scott zogen Sänger Paul Manzi, die Gitarristen Lee Small und Tom Cory sowie Schlagzeuger Adam Booth eine Bühnenshow ab, die die Fans nicht mehr auf ihren Sitzen hielt. Sie drängten am Ende an die Bühne und spornten die Band zur Höchstform an. Mit ihren Erfolgstiteln „Ballroom Blitz“, „Fox on the Run“, „Blockbuster“ oder „Love is like Oxygen“ entfachten die Musiker bei den Fans Begeisterung. Mit ihrem unverwechselbaren Sound hat sich die Band einen Namen gemacht, der seit über fünf Jahrzehnten anhält. „The Sweet“ haben in dieser Zeit über 30 Millionen Platten verkauft. Mit ihren erfolgreichen Live-Auftritten gelingt es der Band, das Image zu stabilisieren.
Im Zelt neben der Oberpfalzhalle boten „Da Meier & Watschnbaam“ gleichzeitig ein Kontrastprogramm, bei dem ein Gag den anderen jagte. Das Quartett zündete ein Pointenfeuerwerk und bescherte den 150 Freunden bayerischer Musikcomedy einen unterhaltsamen Abend.
















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