30.06.2021 - 13:24 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Arbeitsmarkt Schwandorf: Deutlicher Aufwärtstrend

Lichtblick auf dem Arbeitsmarkt: Im Agenturbezirk Schwandorf ist die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 440 gesunken. Das Niveau vor der Corona-Krise ist aber noch lange nicht erreicht.

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Schwandorf um 4,6 Prozent auf rund 2370 gesunken.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf (Landkreis ohne Region Oberviechtach) der Agentur für Arbeit ging die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni leicht zurück, und zwar um knapp 120 Personen oder 4,6 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren rund 2370 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres ergibt sich ein deutlich besseres Bild: Hier sank die Arbeitslosigkeit um zirka 440 Personen oder 15,7 Prozent.

Die aktuelle Arbeitslosenquote verbesserte sich von 3,1 Prozent im Mai auf drei Prozent im Juni. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 3,5 Prozent. Das Vorkrisenniveau ist damit noch nicht erreicht: Im Juni 2019 lag die Quote bei 2,5 Prozent und damit beinahe bei Vollbeschäftigung.

Im Juni 2021 meldeten sich nach den Angaben der Agentur für Arbeit aus der Erwerbstätigkeit heraus rund 210 Personen arbeitslos. Das waren knapp 90 Arbeitnehmer oder fast 29 Prozent weniger als im Juni 2020. Im Gegenzug beendeten rund 290 Personen ihre Arbeitslosigkeit, um direkt ins Berufsleben zurückzukehren oder einzusteigen. Dies waren 50 Arbeitnehmer mehr als im Vorjahresmonat.

"Alles in allem bewegt sich der Arbeitsmarkt in die richtige Richtung, wie die sinkende Arbeitslosigkeit zeigt. Das Vorkrisenniveau ist jedoch noch nicht erreicht, " sagt Silke Grimm, Chefin der Agentur für Arbeit Schwandorf. "Auch konnten noch nicht alle Personengruppen in gleichem Maße profitieren. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich seit Juni 2020 um 27,8 Prozent erhöht, wodurch nunmehr rund 630 Arbeitnehmer hiervon betroffen sind. Mit intensiver Beratung sowie Förder- und Weiterbildungsangeboten unterstützen wir Betroffene dabei, die sich bietenden Chancen für eine Berufsrückkehr ergreifen zu können", so Grimm weiter.

Mitte Juni waren im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 1870 Stellenangebote gemeldet, zirka 390 Offerten oder 26,7 Prozent mehr als im Juni2020. Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe und öffentlichen Verwaltungen rund 2260 Stellen und somit zirka 470 oder 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Agentur legte auch Zahlen zur Kurzarbeit vor. Die aktuellsten stammen aus dem Januar. Im Kreis Schwandorf waren demnach 3930 Mitarbeiter in zirka 630 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter-Quote lag bei 7,0 Prozent. Zum Vergleich die Zahlen aus den Nachbarregionen: Im Kreis Cham wurden 6520 Kurzarbeiter in zirka 720 Betrieben gezählt, die Kurzarbeiter-Quote lag bei 12,2 Prozent. Im Kreis Amberg-Sulzbach waren es 1690 Kurzarbeiter in 360 Betrieben (Quote 5,7 Prozent) und in der Stadt Amberg 2180 Kurzarbeiter in zirka 290 Betrieben (Kurzarbeiter-Quote bei 7,9 Prozent).

Jüngere Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen

Schwandorf

"Alles in allem bewegt sich der Arbeitsmarkt in die richtige Richtung, wie die sinkende Arbeitslosigkeit zeigt. Das Vorkrisenniveau ist jedoch noch nicht erreicht."

Silke Grimm, Chefin der Agentur für Arbeit Schwandorf

Silke Grimm, Chefin der Agentur für Arbeit Schwandorf

 

 

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