17.05.2019 - 14:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Die "Atompfalz" verhindert

Gegner erinnern morgen an das WAA-Aus im Mai 1989

Vielfach gefordert, wurde vor 30 Jahren nicht nur der Baustopp, sondern das defintive Ende der WAA Wirklichkeit.
von Irma Held Kontakt Profil

Die Freude war groß bei Oberpfälzern und allen, die sich über Jahre hinweg gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage im Taxölderner Forst gewehrt haben, als sich Ende Mai 1989 die Tore für immer schlossen. Das Projekt war durch den heftigen und erbitterten Widerstand zu teuer und nicht zuletzt deshalb zu Fall gebracht worden. Daran erinnert die Marterlgemeinde morgen, 18. Mai, ab 14 Uhr mit einer Andacht am Franziskusmarterl. Gestaltet wird diese von Pfarrer Leo Feichtmeier und seinem evangelischen Amtskollegen Klaus Rettig.

Sowohl die religiöse Feier als auch das anschließende Treffen ab 16 Uhr in der Oberpfalzhalle stehen unter dem Motto "30 Jahre Ende der WAA - unser Engagement für die Zukunft." Es sprechen unter anderem Rechtsanwalt Wolfgang Baumann und Energiebauer Sepp Bichler. Der Blick der Oberpfälzer Bürgerinitiativen gegen Atomanlagen geht aber nicht nur zurück, sondern richtet sich auch nach vorne, zu drängenden Problemen, wie zum Beispiel den Klimawandel. Musikalisch aufgelockert wird die Veranstaltung von Hans Well mit seinen Wellbappn.

Hans Well und die "Biermösl Blosn" zeigten wiederholt in der Region Flagge für den Widerstand. Auch beim fünften "Anti-WAAhnsinns-Festival", im Juli 1986, dem "bayerischen Woodstock" auf dem Burglengenfelder Lanzenanger waren sie dabei. Gezeigt wird in der Oberpfalzhalle auch eine Aufzeichnung von der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises für den Film "Wackersdorf" mit Alt-Landrat Hans Schuierer als Laudator.

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