11.11.2020 - 15:48 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Die Ausstellung "Grünes Band" zieht sich durch die Stadt Schwandorf

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Die Ausstellung "Natur- und Kulturerbe Grünes Band" zieht von der Kebbel-Villa in die Schwandorfer Innenstadt um. Künstlerhaus und Kulturamt nutzen Kulturfenster und Leerstände um im Lockdown Light eine Auswahl der Fotoarbeiten zu zeigen.

Ein etwas anderes Ausstellungsformat: Kulturfenster werden ihrem Namen gerecht und mit Werken aus der Schau, die ursprünglich in der Kebbel-Villa gezeigt werden sollte, bestückt. Bei einem Stadtspaziergang kann das Publikum die Arbeiten betrachten.
von Irma Held Kontakt Profil

Die Fotoausstellung "Natur- und Kulturerbe Grünes Band" ist Teil des Schwandorfer Kulturstadt-Programms. 150 Arbeiten von Fotografen aus Bayern und Böhmen hängen in der Kebbel-Villa. Alles ist für die Vernissage am 8. November vorbereitet. Dann kommt das Aus für alle Kulturveranstaltungen. Weil kein Publikum in die Kebbel-Villa kommt, kommt die Ausstellung jetzt zum Publikum, teilt Leiterin Christina Lanzl auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit. Über 100 der insgesamt 150 Aufnahmen sind gerahmt in den städtischen Kulturschaufenstern, zum Beispiel am Markt- und Bahnhofsplatz, sowie als Teil der "KunstZeitRaum-Inititative" am Wendelinplatz und in der Neubäckergasse rund um die Uhr zu sehen. Außerdem sichtbar sind Fotoselektionen in Schaukästen des Stadtmuseums, im Lichtwerk Kino und bei Foto Frey.

Ausstellungs-Spaziergang

Einzelhändler, die noch auf das "Grüne Band" aufspringen wollen, können sich im Künstlerhaus oder im Kulturamt melden. Nach Angaben des Künstlerhauses werden die Fotos solange öffentlich ausgestellt, wie die Kebbel-Villa geschlossen ist. Es sei durchaus angedacht, bis Mitte Januar im Zentrum zu bleiben. Bei einem Stadtrundgang, zum Beispiel an Wochenenden, können Interessierte in aller Ruhe die Arbeiten betrachten.

Das Grüne Band entlang des ehemaligen "Eisernen Vorhangs" erstreckt sich auf über 12 500 Kilometern längs durch Europa. Die Fotoausstellung zeigt die von einer fünfköpfigen Jury ausgewählten Ergebnisse eines Fotowettbewerbs zum Thema Natur- und Kulturerbe Grünes Band Bayern-Tschechien. Als sich vor 30 Jahren die Grenzen wieder öffneten, gab es an der Schnittstelle zwischen West und Ost viel Neues zu entdecken: ein menschenleerer Streifen, in dem sich die Natur frei entfalten konnte, ein Netz aus Biotopen und historisch geprägten Kulturlandschaften, Spuren untergegangener Orte und historischer Landnutzung ebenso wie Ruinen von Grenzwachkasernen oder verwaiste Bunker. Vertreten ist mit zwei Aufnahmen auch Künstlerhaus-Leiterin Christina Lanzl. Eine Fotografie zeigt die Heilbrunnenkur in Marienbad und die andere das Kieswerk in Schwarzenfeld. Es ist die einzige Aufnahme eines Industriebetriebs im Rahmen der Ausstellung.

Krippen aus Bayern und Böhmen

Im ehemaligen Gasthof zur Post, der wie berichtet der Stadt Schwandorf gehört, wird eine weitere Präsentation vorbereitet. In enger Zusammenarbeit zwischen Stadt und Cebb bereichert eine bayerisch-böhmische Krippenausstellung passend zur Adventszeit das Kulturstadtjahr. Die Eröffnung ist für 4. Dezember geplant, ob als Präsenzschau oder mittels eines virtuellen Rundgangs muss David Bender, Projektmanager des Cebb für das Kulturstadtjahr 2020/21, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien noch offen lassen. "Uns gibt es noch. Kultur lebt auch bei schwierigen Verhältnissen", heißt seine Botschaft. So sei "Kommunikatze" - ein mehrtägiges Projekt, das jungen Leuten einen spielerischen Zugang zur tschechischen Sprache ermöglicht - mit über 50 Teilnehmern online über die Bühne gegangen. "Wir machen die Erfahrung, mit etwas Kreativität, Veranstaltungen durchführen zu können."

Kreis hat viel für Kultur übrig

Schwandorf

Kulturstadt gibt nicht auf

Gehe es gar nicht anders, werden Veranstaltungen nachgeholt, das tschechische Filmwochenende zum Beispiel, das vom 6. bis 8. November im Schwandorfer Lichtwerk Kino angekündigt war. Dazu wurde bereits als Plan B ein Konzept für eine Verlegung der Filmvorführungen in die Spitalkirche ausgearbeitet. Wann und wo sie nun stattfinden, werde der weitere Fortgang der Corona-Pandemie zeigen. "Gar nichts zu machen, kommt für uns nicht infrage", zeigt sich David Bender entschlossen und spricht für alle Verantwortlichen des Kulturstadtjahres im Cebb und bei der Stadt Schwandorf. Was bereits jetzt vorbereitet werde, sei das Zwickl-Festival. "Das freut uns ganz besonders, vor allem auch weil es nach Tschechien wandert." Im Februar 2021 legt das Festival, das als Roadshow konzipiert ist, einen Stopp in Pilsen ein.

Neues vom Zwickl

Schwandorf
Künstlerhaus-Leiterin Christina Lanzl ist in der Ausstellung „Grünes Band“ mit zwei Fotoarbeiten vertreten.
Service:

Sprachkurs im Eilverfahren

  • Speed-Sprachkurs: Kristina Kallert, Literaturübersetzerin aus dem Tschechischen und Dozentin an der Universität Regensburg, begleitet als Beitrag zum Schwandorfer Kulturstadtjahr die Teilnehmenden im Miteinander zu ihren ersten eigenen Schritten in der jeweils anderen Sprache. Der Kurs richtet sich an Deutsche und Tschechen

  • Dauer: zwei Stunden, am Freitag 20. November, 17 bis 19 Uhr
  • Ort: Café Lawendls, Maximilianstraße 8, Schwandorf-Fronberg
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: per Mail info[at]lawendls[dot]de oder per Telefonr 09431/5101818.
  • Corona-Hinweise: Die Sitzplätze werden vor Ort vom Personal zugewiesen. Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen. Personen aus einem Haushalt dürfen an einem Tisch sitzen. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss auf dem Sitzplatz nicht getragen werden. Die Besucherzahl ist beschränkt auf 10 bis15 Plätze.

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